<—Von Katja—>
Storebæltsbroen (deutsch die Großer-Belt-Brücke, auch: die Brücke über den Großen Belt) ist ein Brückenzug in Dänemark. Das Bauwerk ist Teil der Storebæltsforbindelsen genannten Querung der Meerenge Großer Belt zwischen den Inseln Fünen (dänisch Fyn) und Seeland (dänisch Sjælland) und besteht aus einer mautpflichtigen Autobahn mit zwei Fahrspuren je Richtung und einer Eisenbahnverbindung. Im westlichen Teil zwischen Fünen und der Insel Sprogø liegen die Eisenbahn- und die Straßenbrücke getrennt parallel. Zwischen Sprogø und Seeland verläuft die Bahnstrecke nicht über die Brücke, sondern unter dem Meeresboden in einem Tunnel. Einen Fußweg gibt es nicht; nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer müssen daher die Eisenbahn benutzen.
Im Westen verbinden zwei Spannbeton-Hohlkastenbrücken mit geringem Abstand Fünen mit der kleinen Insel Sprogø. Den östlichen Brückenabschnitt bildet eine Hängebrücke, die mit einer Hauptspannweite von 1624 Metern zu den längsten Hängebrücken der Welt gehört………….So sagt es WIKIPEDIA
….….und das sagen unsere Lauf Treffler, welche am 10.06.2023 den Lauf über „DIE BRÜCKE“ wagten:
Die Planung begann mit einer kleinen Frage in der Gruppe durch Matthias………“Am 10.06.2023 ist der Beltbrückenlauf. Hat jemand Interesse?“ Schnell waren einige Interessenten da, die Anmeldung getätigt, das Haus gebucht, alles durch Matthias, ließ für einige von uns den Begriff „betreutes Fahren/Laufen“ in einem ganz anderen Licht dastehen.
Ende Mai trafen wir uns alle im Klock8, um den Ablauf zu planen, hatten wir doch Selbstversorgung. Der eine dies, der andere das, schnell war alles aufgeteilt und die Vorfreude aufs bevorstehende Wochenende stieg ins Unermessliche!
Am Freitag, dem 09.06.23 holte Matthias zuerst Katja von zu Hause ab, so dass sie gemeinsam zu Katrin und Micha fahren konnten, wo auch unser FIKO-Martin mit Frau Anke schon warteten.
Hier musste noch schnell alles an Gepäck, Essen und Getränken auf zwei Autos verteilt werden. Dann ging es zur Fähre, wo auch Sabine und Heinrich schon warteten.
Mit der Fähre um 13:30 Uhr schipperten wir nach Gedser, von wo aus wir noch eine Stunde Fahrt bis zum Haus vor uns hatten. Da Ingi und Holger schon ein paar Tage zuvor ihren Campingurlaub in Dänemark angetreten hatten, konnten sie im Haus schon mal lüften, war es doch sehr warm und windstill!
Schnell war alles ausgepackt, schon ging es ans Wasser, wo sich fast alle eine Schwimmeinheit um die Boje gönnten. Immer die besagte Brücke im Blick!
Am Samstag trafen wir uns 8:30 Uhr zum Frühstück, welches Heinrich mit seinem köstlichen Rührei bereicherte. Sabine, Katrin und Katja gönnten sich noch ein „Angstsektchen“. Die Harmonie am Tisch war sehr beeindruckend, jeder war mit ganzem Herzen dabei. Gegen Mittag dann Aufbruch Richtung Brücke. Dank der tollen Organisation vor Ort waren der Parkplatz und der Shuttlebus schnell gefunden. Anke, Ingi und Heinrich verabschiedeten uns mit den Worten „Euch viel Spaß, wir sehen uns im Ziel. Wir machen uns jetzt einen schönen Tag und haben Holgers und Martins Kreditkarten dabei “. Zitat Heinrich: „Am Ende des Tages ist beeindruckend, dass die Begleiter mehr Schritte auf der Uhr hatten als die Läufer“
Im Startbereich ging die Anmeldung so fix, dass wir noch gute 3,5 h Zeit hatten, die wir alle gemeinsam im Schatten eines Kiefernwäldchens verbrachten. Der ein oder andere vollzog dort auch sein Mittagsschläfchen.
16.30 Uhr war dann Start, Martin, gemeldet mit unter 1:30 h stand weit vor uns im roten Startblock, wir anderen im blauen. Es wurde sehr voll, die Stimmung ausgelassen. Dann ging´s los, die ersten 500 Meter hatten wir angenehmen Rückenwind, was sich schnell änderte. Aus Rückenwind wurde ganz schnell STURM, verziert mit heftigen Böen, welche einem schon mal die Beine „weghauen“ konnten. Die Gedanken aller schweiften um „Doch nicht die ganzen 18 km, oder?“, „Das hört bestimmt nochmal auf, gleich kommt der Sturm nur seitlich, oder vielleicht sogar schräg von hinten?“. Aber doch, was sollte sich ändern? Wir sind doch mit dem Shuttle auch nur geradeaus gefahren, die Brücke ist und bleibt 18 km lang und immer geradeaus……
Die ersten 10 Kilometer hatten wir nur mit einer leichten Steigung und Sturm zu kämpfen, die dann folgenden 5 Kilometer mit einer 4%igen Steigung und Sturm, immer die Pylonen im Blick….da müssen wir hoch, dann geht´s nur noch bergab. Im Team von Katrin, Micha, Holger, Matthias und Katja war es irgendwie machbar, wenn auch schwer, aber machbar! Wir kamen dort hoch! Das Bild auf der Brücke mit Holgers Sturmfrisur macht den Sturm deutlich.
Dann der Scheitelpunkt, und als hätte sich der Sturm dahinter versteckt, er zog uns wohl allen die Poren glatt. Von bergab war nichts zu spüren, der Sturm machte jede zuvor gelaufene Formation zunichte. Dann war endlich der Pulk der Läufer zu sehen, die links der Brücke Richtung Ziel liefen…..bald war es geschafft…..und schon stand links neben der Brücke unser Heinrich, laut anfeuernd mit einem dänischen jungen Mann, dem er so auf die Schnelle mal drei Worte deutsch beibrachte „Ihr seid Spitze!“. Das Gefühl für uns Läufer einfach unbeschreiblich. Durch die Kontrollen kamen Anke, Ingi und Heinrich mit, Zitat Heinrich : „festem Schritt und der Erklärung , sie kämen von der deutschen Hochdruckliga!“ Die Regendusche auf dem Endstück nahm nicht jeder mit, dafür dann aber den Graben
, dann wieder Heinrich mit Ingi am rechten Wegrand…wie schön. Der High5 mit Absprung und Landung wurde für die Kniegeschädigten zur Herausforderung, aber draufhauen wollte trotzdem jeder, also Augen zu und durch!
Kurz vor dem Ziel dann auch Anke mit Martin (seine unter 1:30 h waren bei diesem Lauf einfach unmöglich, es wurden 1:37 h…..immer noch unfassbar schnell!). Und ja, es gibt nichts Schöneres, als bei solch einem anstrengenden Lauf, dass alle Hand in Hand ins Ziel laufen und die Dänen quasi toben vor Freude, dass ein paar Deutsche an Ihrem Lauf teilnehmen.
Zitat Katrin: „Lauf bei Traumwetter, in Traumkulisse und Traumbesetzung….was will man mehr? Da stellte sich die, sicher von jedem anders empfundene Anstrengung doch glatt hinten an. Trotz Atemaussetzern durch den Wind (und dänischer Brückenwind bläst dänisch anders ) und beginnender Einbeinigkeit (Knieschmerz) kurz vor dem Ziel, wird dieser Lauf immer unvergesslich bleiben. Gerettet wurde ich durch tolle Lauffreunde, die mir eine Windschutzformation boten, ungeachtet ihres eigenen Kampfes gegen den Wind und ohne vorheriges Üben dieser Formation. Und gut sahen sie dabei auch noch aus, soweit ich das aus Kniehöhe beurteilen kann…..
. Immer die Motivation, wir erleben das hier zusammen, Spaß und Lachen im Gepäck, tolle Vorbereitung und unser persönlicher Begleittrupp…Da bekommt „betreutes Laufen“ einen ganz eigenen unvergesslichen Sinn.“
Zitat Micha: „Zum Belt…
Es war ein tolles Erlebnis über die Brücke zu laufen und es hat einmal mehr den Zusammenhalt innerhalb des Lauftreffs gezeigt, indem jeder Läufer sich auch mal in den Hintergrund stellt, um alle Läufer ins Ziel zu begleiten “
Ein rundum gelungenes Wochenende mit einer tollen Truppe..
Zitat Holger und Ingi: „Als erstes gilt Matthias ein großer Dank für die Planung und Organisation. Die Leistungen der Läufer und deren Zusammenhalt während des Rennens war super. Trotz des starken Windes haben alle das Ziel erreicht und können stolz auf ihre Leistung sein.”
Zitat Fiko-Martin: „Und uns Fremdvereinern und Nachbarn – hat es auch sehr gefallen, mit viel lachen, Krimi am Abend mit Heinrich live am Set, Katja – die Seerobbe in der Belt und dänische Fönfrisur auf dem Brückenzug. Gekotzt wird bekanntlich später – jedoch nun See- u. Brückenerprobt.
Hat mit euch allen wieder einmal Spaß gemacht “
Der Abend wurde mit Gegrilltem, Salaten und leckeren Butter- und Pestovariationen beendet und natürlich auch mit dem ein oder anderen Getränk. Heinrichs versteckter Schlüssel in der Hosentasche machte den Abend auch nochmal aufregend kriminalistisch, aber alles wurde gut
und Gott sei Dank hatte noch keiner dem Audi Formationsschutz gegeben ……
Am Sonntag mussten wir nach einem ganz tollen Wochenende, jeder wäre sehr gerne länger dortgeblieben, wieder mit der Fähre zurück. Auf der Fähre dann noch eine Überraschung, Matthias Nachbar Patrick ist als 1. Offizier auf der Scandlines Fähre Berlin beschäftigt und hat uns eine Privatführung auf der Brücke ermöglicht. Es war für alle hochinteressant und beeindruckend. Vielen Dank an Matthias und seinen Nachbarn!
Mit ostseefrischen Grüßen
Katja Brodny
Das ist natürlich nicht auf die Aktivitäten des Lauftreffs zu beziehen, sondern eher auf die dabei benutzten Pisten am verflossenen Wochenende, dem ersten nach Pfingsten, auch Trinitatis genannt. Aber das nur nebenbei. Die erste sandgewürzte Hürde präsentierte sich in Gestalt des mittlerweile siebenten “Warnemünder Stapellauf“s. Angetreten eine kleinere Abordnung des Lauftreffs in Form von Katja, Ringo, Jörg sowie Steffen nebst Tochter Hannah. In Anbetracht des am nächsten Tag anstehenden Laufcup-Rennens war eine gewisse Zurückhaltung bei der Auswahl der persönlichen Herausforderung zu beobachten. Nur Ringo nahm es auf sich, sein Laufpatent über die maximal möglichen 6 Seemeilen aka 11,11km zu erwerben. Ansonsten mussten diesmal die 3sm (5,55km) genügen. Das war auch navigatorisch einfacher zu bewältigen, so dass sich Jörg erstmalig seit Jahren auf dieser Strecke nicht verlaufen hat (obwohl nach Kräften versucht wurde, ihn zu verwirren). Und dann noch den ersten Platz der AK abgesahnt! Dies gelang auch Katja. Steffen holte sich Platz 2, genau wie der unermüdliche Frank Schramm. Und wo unser Steffen läuft, ist auch der “andere” Steffen nicht weit. Und der holte sich gar AK-Gold, welches er quasi “unserem” Steffen wegschnappte. Der allerdings kann momentan wirklich nur verhalten laufen, um seine noch laufende Reha nicht zu gefährden. Was beim Ringen der beiden Steffens mehrfach misslang – ein sekundengenauer gleichzeitiger Einlauf, wurde jetzt aber mal in höchster Vollendung von dem Hand-in-Hand-Trio Katja-Steffen-Hannah zelebriert – die Auflösung der Digitalen Zeitmessung kam an ihre Grenzen
.
Was hat das alles nun mit Sand zu tun? Nun, die Piste deckt sich zum Teil mit der des schon im April absolvierten Küstenwaldlaufes. Und die dazugehörige tiefgründige Sandpassage war schon damals von einer selten dagewesenen Länge. Und nun war es tatsächlich gelungen, das noch einmal zu steigern. Und eine Treppe musste man auch noch hoch, ach, auch 3sm können eine Herausforderung sein. Natürlich gilt das noch mehr für die doppelte Distanz, was Ringo in besondem Maße zu spüren bekam, denn nicht nur Sand kann tückisch sein, sondern auch eine im Gegenlicht verborgene Wurzel. Leicht gehandicapt kam trotzdem der schnellste pace unserer Delegation heraus und der dritte Platz in einer schweren AK. Dafür gab es zu Recht Lob, andererseits bot sich die Gelegenheit, die sorgsam einstudierte und spontan dargebotene offizielle Bedauerns- und Mitleidschoreografie ©® der Laager Lauffreunde zu genießen. Und schon tat es nur noch halb so weh.
Bei der abschließenden Tombola konnte sich Steffens Hannah schließlich ihre AK-Bronze vergolden, da sie eine der Glücklichen war, die aus dem Lostopf gezogen wurden.
Am nächsten Tag aber war dann der Spaß vorbei, denn wieder mal ging es um beinharte Laufcup-Punkte! Und da musste ein etwas größeres Aufgebot rechtzeitig zum Oase-Inselseelauf in Güstrow anreisen, um den Start dieser Herausforderung nicht zu verpassen. Auszuwählen gab es jetzt nichts – für alle galt es, die 10k in Würde zu überwinden und viel Staub dabei zu schlucken. Die Strecke ist ja den meisten schon bekannt gewesen, aber selbst für die alten Inselseehasen war die rekordverdächtige Ausprägung der dem Wendepunkt folgenden Sandpassage eine herausfordernde Überraschung. Um so schöner, wenn das überstanden ist und es zum Schluss hin ein schönes Endchen am See entlang geht – immer in der Versuchung, sich mal kurz in die küühlen Fluten zu stürzen. Und dort gelangen dann auch die besten Streckenfotos von Sprintefix, von denen hier einige Sicherheitskopien gezeigt werden.
Der Auszug aus der Ergebnisliste zeigt, wie die angetretenen Protagonisten des Lauftreffs mit der ganzen Angelegenheit zurechtkamen und was es ihnen eingebracht hat. Sabine und Petra waren wie schon so oft gefordert, das oberste Treppchen des AK-Siegerpodestes zu erklimmen, wobei letztere hochprofessionell von Katrin vertreten wurde.
Bei diesem Event ist es traditionell so, dass auf den Lauf noch eine weitere Prüfung folgt, eher so eine mentale Herausforderung. Nämlich, nachdem man die Segnungen der Oase-seitigen Refreshment-Abteilung genossen hat, dort auch wieder herauszufinden. Die Türen sehen alle gleich aus, sofern man überhaupt eine findet. Zum Glück für mindestens einen der Finisher gab es am Tag davor ja das Navigationstraining in Warnemünde.
Wenn ich jetzt so resümiere – eigentlich oben eine viel zu pessimistische Überschrift für so ein kämpferisches Wochenende. Zu spät, jetzt steht sie da. Zum Glück aber hilft ein Klick hier!
“Wenn man denkt, es geht nicht mehr, kommt noch etwas heißeres daher.” So etwa war die Stimmung in der Redaktion bei der Betrachtung des verflossenen Wochenendes.
Es ging ja erstmal recht genussbetont los mit diversen Himmelfahrtsrunden beim Recknitztallauf Eixen, den man getrost dem verlängerten WE zurechnen kann, Brückentag sei Dank. Nicht jede(r) konnte sich von der heimatlichen Partymeile losreißen, aber es kam doch eine beachtliche Teilnehmerzahl zusammen, darunter kräftig Lauftreff&Freunde. Schließlich war es ja auch schon die 50. (!!!) Auflage dieses traditionsreichen Events!
Und es waren bemerkenswerte Ergebnisse zu verzeichnen. Jürgen, natürlich, räumte wieder 5k-Gold in seiner AK ab. Dies gelang auch FrankS!.
Auf dem Bronze-Rang ihrer Altersklassen über die 10k fanden sich Tatjana und Doreen.
Der dritte Platz über die 5k in der M55 hingegen war bis zum letzten Millimeter in der Schwebe – das epische Hand-in-Hand-Ringen zwischen den beiden Steffens erhielt eine neue Auflage – kein noch so scharfes Auge sah einen Unterschied, aber die hochpräzise Digitaltechnik von raceresult sprach den Lorbeer diesmal “unserem” Steffen zu, mit 1 sec Vorsprung. Damit ist Bronze errungen und die Schmach von Bad Sülze fürs erste getilgt. Der Steffen aus Laage hingegen kann trotzdem zufrieden sein, denn sein Nachwuchs schlug sich hervorragend, hängte die beiden alten Herren um Längen ab und belegte vorderste Plätze.
Die nächsten epischen Pflöcke in Punkto Wochenendgestaltung dann schlugen Ringo, Paula und Caro(D) am Freitag ein: “Wenn man gerne Fahrrad fährt, kann ich dieses Event sehr empfehlen”, so Caro zum MSR – der Mecklenburger Seenrunde, zur Abwechslung mal nicht laufend, sondern eben mit dem Fahrrad zu bewältigen. Möglichst ohne Hilfsmotor, versteht sich.
Bevor die beiden Damen ihre 100k-Runde in 5:17h bewältigten, hatte sich Ringo nach seinem Start um 20:00 des Vortages schon die zauberhafte Radrenn-Stimmung an Abend, Nacht und Morgen gegönnt, um nach 13h4min seine 306k des vollen MSR-Marathon in Nbg abzuschließen. Gewürzt mit einem (kleinen) Auftritt im Nordmagazin des NDR.
Die nur recht kurze sonnabendliche Regenerationsphase war für die drei natürlich kein Hindernis, auch beim nächsten Rostocker Saisonhöhepunkt aufzuwarten – dem 31. Rostocker Citylauf!
Fünf verschiedene Herausforderungen auf der legendären Innenstadtrunde waren im Angebot, und beinahe überall tummelten sich auch enthusiastische Lauftreffler. Den ganzen Tag lang ging es Schlag auf Schlag.
10:00: Mit dem Klang der Kirchenglocken erfolgten die Starts des Halbmarathons und gleichzeitig ca. 1k weiter hinten der des 10k-Wettkampfs. Jörg diesmal als alleiniger HM-Lauftreffler eine köstliche Weile an der Spitze der Lauftreff-Meute, denn die anderen rollten als 10k-Aspiranten den Pulk von hinten auf. Aber gar nicht lange, da durfte er schon das “Hallo” des vorbeisausenden Frank Bennis erlauschen. Und auch Sabine in ihrer derzeitigen Top-Form zog noch vorbei. Als das Gros des Lauftreffs dann schon mit seinen funkelnden Finisher-Medaillen prunkte, durfte Jörg noch die Rostocker Zahl fertig zelebrieren, alldieweil es 7 Runden brauchte, den HM zu vollenden. Und das war eine ziemlich heiße Angelegenheit, erstmal rein wettermäßig, was aber den aktuellen Top-Runner Patrick König nicht daran hinderte, eine neue Streckenbestzeit zu machen. Als das verkündet wurde, waren nicht nur für den schon recht geschafften Jörg noch etliche Runden zu absolvieren.
Zum Glück waren sehr viele Getränkestände aufgebaut, auch wieder unter tatkräftiger Beteiligung der Warnemünder Seehunde, die ja leider jetzt ein paar Monate nicht in die Ostsee können – Überhitzungsgefahr! Die bestand allerdings auch beim Laufen und wieder mal war das Wasser oft zu schade zum einfach Wegtrinken – lieber goss man es sich über den geknechteten Körper. Auf diesen hörte Jörg auch lieber, anstatt auf die Uhr zu schauen und war daher ein wenig erschrocken, als beim finalen “Sprint” Richtung Marienkirche schon wieder deren Glocken zu hören waren. Denn das hieß leider – ade, sub 2. Aber für Platz 1 der AK reichte es dann doch noch.
Schade dass es keine AK-Ehrung gibt bei diesem Lauf, denn unter den 10k-Absolventen sprinteten Frank Bennis und Sabine auch auf AK-Gold und waren sogar in der Gesamtwertung des großen Teilnehmerfeldes auf Platz 10m bzw. 11w zu finden. Ralf und Katrin holten sich die 3. Plätze ihrer AKs, und auch Tatjanas Leistung war für Bronze gut, ganz inoffiziell.
Die nächste relevante Runde aus Lauftreff-Sicht war dann die eine zu absolvierende für den 3k-Family-Run. Frank Schramm holte sich Gold seiner AK, und auch Karin, Peter und Jürgen ließen sich das nicht nehmen, Letzterer schön in die Mitte genommen von seinen beiden Pacerinnen Paula und Caro(D). Holger wiederum begleitete seinen kleinen schnellen Eddie, der die Ehre von Erhard gut verteidigte. Aber Ringos “Nachläufer” Toren, unverhofft in die Spur geraten, lief allen davon!
Der abschließende Höhepunkt dann war endlich die 5*3k-Staffel. Von uns angetreten die LAV-Flitzpiepen Ringo, Sabine, Michael, Holger und Frank Bennis. Michael (von Jörg als Gaststarter für Katja in die Spur komplimentiert) performte wie alle anderen sehr gut, so dass am Ende sogar eine bessere Einlaufzeit & Platzierung als beim letzten Auftritt 2019 herauskamen. Dabei wurde sogar unter erschwerten Bedingungen gekämpft: Vor dem Start verschwand der Staffelstab auf rätselhafte Weise aus dem LAV-Zelt, und die ersten Läufer mussten mit einem dürftigen Ersatz auf die Piste gehen, ähh, rennen. Erst für den grandiosen Schlussläufer Frank Bennis hatte sich das güldene Objekt rechtzeitig wieder materialisiert.
Damit hatte der Lauftreff aber längst noch nicht ausgereizt. Petra nämlich gelang es, eine weitere Staffel auf die Beine zu stellen – ein drei Generationen umfassendes Familienteam, sogar mit speziellem T-Shirt-Entwurf. Das sorgte besonders unter den Enkeln für Begeisterung, so dass man sich um den künftigen Nachwuchs keine Sorgen machen muss.
Den Reigen der heißen Aktivitäten eröffneten Ringo und Andreas und ihre Partnerinnen auf dem Kamm des Thüringer Waldes. Nicht ganz ohne Hilfe von Wikipedia kann man sich der Beschreibung dieses Events annähern: “Der GutsMuths-Rennsteiglauf ist ein Volkslauf, der seit 1973 jährlich Mitte Mai auf dem Rennsteig im Thüringer Wald ausgetragen wird. Mit mehr als 15.000 teilnehmenden Läufern und Wanderern gilt er als größter Landschaftslauf bzw. Crosslauf Europas. ”
Ringo, Christine, Andreas und Regine sagten sich: “Das schönste Ziel der Welt ist Schmiedefeld”. Es gibt allerdings verschiedene Möglichkeiten, dort hinzukommen. Ringo wollte den ganz langen Genuss des Supermarathons für sich haben (Wikipedia: “ . . . . . Ab Schmücke geht es dann die letzten neun Kilometer überwiegend sanft bergab nach Schmiedefeld, wo man nach 70 km Wegstrecke zum ersten Mal wieder in besiedeltes Gebiet gelangt. Das Ziel liegt am Sportplatz oberhalb des Ortes auf 711 m Höhe. Insgesamt sind 1490 Höhenmeter bergauf und 989 Höhenmeter bergab zu bewältigen.” Manchmal sagt einem aber auch der Körper vorher, dass es nun gut ist. Dann greift “Am Grenzadler, in unmittelbarer Nähe der Lotto Thüringen Arena am Rennsteig, hat man 54,7 km hinter sich. Hier ist ein offizieller Ausstieg mit Zeitnahme möglich, auch werden alle Läufer aus dem Rennen genommen, die bis hierher mehr als neun Stunden gebraucht haben.” Nun, die 9h waren noch längst nicht erreicht, aber die Gesundheit ging vor. Also galt für Ringo am Grenzadler: Nomen est Omen.
Mehr Glück mit ihren Herausforderungen hatten Christine, Andreas und Regine, die einen etwas kürzeren Weg zum ersehnten Schmiedefeld in Form eines auch recht anspruchsvollen HM gewählt hatten.
###Update 21.5.–>Wie die Redaktion erst beim Citylauf Rostock zur Kenntnis nahm: Noch zwei ehemalige&verdienstvolle Lauftreffler haben sich einen Lebenstraum erfüllt.
Auch Doreen und Frank finishten mit großer Begeisterung einen Halbmarathon in Schmiedefeld!<–###
Der nächste Lauftreff-Gladiator dann war Matthias, der bei seiner sightseeing-Tour durch Berlin doch -haste nicht gesehen- in den S25 reingerutscht ist, wie er bemerkte. Um 10:04 startete er zu den entsprechenden 25,5km, die er nach 2:26 finishte.
Das zuzusagen offiziellste Ereignis allerdings spielte sich als quasi Heimspiel auf der Bahn des Leichtathletikstadions in Rostock ab. Nicht nur waren dort schon wieder Laufcup-Punkte zu erbeuten, sondern es lockte neben dem halben Extra-Pünktchen auch die Krone des Landesmeisters MV.
Beinahe wurde es anfänglich ein bisschen ZU offiziell – es wurde nämlich plötzlich bekannt, dass zu dicke Schuhsohlen oder gar Carbon-Einlagen zur Disqualifikation führen!!?? Als kleiner Service an dieser Stelle: Schuhregeln, Shoe rules, technical rules und eine unvollständige Schuh-Zulassungsliste – alles Dinge, die der bunten Teilnehmerschar offensichtlich völlig unbekannt waren und die auch nicht im Vorfeld kommuniziert wurden. Allgemeines Murren und hitzige Diskussionen führten dann aber zu dem salomonischen Kompromiss, bei einer “Fehlsohle” zwar für die LM gewertet, aber damit nicht für die höheren Weihen (D, Europa, Welt, Olympia, Galaktische Föderation , … ) qualifiziert zu sein. Da das keinen von den Anwesenden akut betraf, war der Frieden gerettet.
Und als Matthias schon routiniert seine ersten 5k auf den Straßen Berlins abgespult hatte, stellten sich Jürgen, Sabine und Petra genau der nämlichen Aufgabe auf der glühenden Bahn des Stadions, welche zu diesem Zwecke altersgerecht genau 12,5 mal zu umrunden war.
Und die drei räumten alles ab, was in ihren jeweiligen Altersklassen zu gewinnen war. Jeder durfte sich auf dem obersten Treppchen des Siegerpodestes platzieren und sich dann nicht nur goldbehängt, sondern auch mit der vollen Packung von 25,5 LC-Punkten auf der Südtribüne platzieren, um die Anfeuerungskulisse für die nächsten Durchgänge zu verstärken.
Dann nämlich waren schon Katja und Maja gefordert, und das sogar über 25 Runden. Katja zog in einem lange nicht gesehenen Pace durch, der sie unweigerlich auf den Bronzerang katapultierte – in einer wirklich schweren AK. Strava bescheinigte die zweitbesten Zeiten ever über 10k/5k/2miles!
Auch Maja machte Bronze klar – und für sie vielleicht noch wertvoller: ein ganzes Bündel von persönlichen Bestzeiten über alles von 10k bis runter auf 1mile.
Als letzte Herausforderung des Renntages dann waren am frühen Nachmittag die Alten Herren an der Reihe und durften die heißeste Phase des gesamten Programms bestreiten, mal rein meteorologisch gesehen. Vom Lauftreff noch übrig Ralf, Holger und Jörg. Ralf in Bestform rannte direkt auf den Bronzerang der AK, nachdem er seinen Lauftreff-Kumpanen über eine Runde Vorsprung abgetrotzt hatte. 10sec nach Holger rettete sich dann endlich auch Jörg über den Zielstrich. Platzierung für LM und Laufcup: 3.-4.-5.
Ein besonderes Highlight – neben den Siegerehrungen -, war sicherlich der eine oder andere Fototermin mit Superchampion Tom Gröschel!
Der Service an der Strecke war der Witterung angemessen. Wer wollte, konnte sich alle 400m unter einer Schlauch-Dusche aalen, auch wenn das ein paar Hunderstel kostete, und gegenüber konnte jedesmal eine innere und äußere Abkühlung und Befeuchtung mittels in Becher oder Schwämmchen abgefüllten Wassers genossen werden.
Seine Runden muss man zum Glück nicht selber zählen. Es ist aber kein Nachteil, trotzdem eine grobe Vorstellung über den noch zu absolvierenden Restbestand von den ingesamt 25 Runden im Kopf zu haben. Dann ist die negative Überraschung nicht gar so groß, wenn man auf dem berüchtigten Täfelchen für die Restrunden des Führungsläufers neidisch die -1- erblickt und dann entsetzt seiner eigenen Ansage lauschen muss. Irgendwann aber schmeichelt sich auch dem Letzten der Klang des Glöckchens ins Ohr, welches die letzte Runde verkündet und noch mal einen finalen Auftrieb erteilt, mit dem man dann eeendlich halbrechts unter dem Jubel des Publikums in die Zielgasse einbiegen darf.
Am Ende des Tages haderte Jörg ein wenig mit seiner Polar: Mit gedämpfter Begeisterung hatte die diesen Death-Race als naja, irgendwie “Aufbauend” kommentiert.
Das kann mit Fug und Recht von dem verflossenen Wochenende um den 6. Mai herum behauptet werden. Und damit ist nicht das kleine Event in London gemeint, welches mit Recht hinter den Lauftreff-Höhepunkten ein bisschen ins Hintertreffen geriet.
Zunächst war da ja der Starwars-Tag zu feiern, May the 4..
Was lag da näher, als dem jungen Luke die Referenz zu erweisen und ihm viel “Force” für seinen weiteren Lebens- und Laufweg zu wünschen, den er am 10.02. so kraftvoll begonnen hat! Zu diesem Anlass wurde seiner Meisterin Anett seine erste Padawan-Robe überreicht!
Als nächster Höhepunkt stand der Neuklosterseelauf auf der “Agenda”, wie man so schön sagt. 6 kälteresistente Seeluft-durstige Lauftreffler standen gegen 18:00 zum abendlichen Start am Neuklostersee bereit, der aber erst um 18:30 erfolgte. So blieb genug Zeit, die wahrhaft schneidende feuchte Kälte in der Startzone zu genießen. Wo bleibt die globale Erwärmung, wenn man sie mal braucht? Alle entschieden sich für den langen Kanten von 10,4k, denn bei den auch angebotenen 5k wäre man ja gar nicht richtig warmgeworden. Die bekannte Strecke mit den üblichen Schikanen ausgestattet, wie Trailpassagen mit einigem Wurzelwerk, auch gerne paar sandige Anstiege und kleinteiliges Gestein.
Nach dem Abbiegen auf die gepflegte Betonpiste Richtung Warin dann eine Überraschung: Die 88-jährige, an der Piste wohnhafte Mutti von Jörg, der der Starttermin gesteckt worden war, war pünktlich als Groupie parat und musste nicht lange überredet werden, bei einem kurzen Fotostop mitzuwirken und ein bisschen Daumenkino beizusteuern. Nach einem schönen Endchen im Schutze des Waldes dann gings links rum, um die Seeumrundung zu vollenden.
Eigentlich musste man dann konstatieren, das das Laufwetter perfekt war für diese Veranstaltung. Bei Hitze und Trockenheit ist das nämlich immer eine extrem staubige Angelegenheit mit entsprechend ausgedörrter Kehle gewesen. Für diese Fälle war extra ein Hilfsmittel bereit gestellt worden, welches Ringo aber nur kurz antestete und sich dann doch lieber regelgerecht weiterbewegte. So kamen dann alle relativ unbeschädigt wieder rein zur Ziel- und Baderegion. Diesmal aber, im Gegensatz zum letzten Jahr, hatte niemand so rechte Lust, sich seine Regeneration schwimmend zu holen. Wenn es eine AK-Siegerehrung (Ergebnisse) gegeben hätte, wären Jörg mit Silber und Sandra mit Bronze dekoriert worden. So aber blieb es beim Ruhm für die Nachwelt.
Die
Gelegenheit, weiteren Ruhm bei etwas härterer Konkurrenz zu ernten, bot sich Petra, Ringo und Jörg schon am Tag darauf beim 30. Neubrandenburger Kulturparklauf, gleichzeitig die Landesmeisterschaft MV im Halbmarathon und ein Punkte-Füllhorn für den Laufcup. Es herrschte wahrlich keine Frühlingsluft – war ja auch nicht der schon genossene Neubrandenburger Frühlingslauf. Bei der langwierigen Anfahrt, vorbildlich durchgeführt von Ringo, wurden konstante 5° angezeigt. Eine zusätzliche Grundfeuchtigkeit herrschte die ganze Zeit, aber es tröpfelte während des Rennens gar nicht bis verhalten und störte nicht wirklich. Und gegen die Kälte hilft ja immer das alte Hausmittel “bissel schneller laufen”, wenn die durch Laufcup und Landesmeisterschaft gegebene Motivation nicht ausreichen sollte.
Eine 2,1k-Runde 10 mal zurückzulegen, das wäre neben der körperlichen auch eine mathematische Herausforderung, wenn nicht zum Glück die noch verbleibenden Restrunden angesagt würden. Wenn einem das “bissel schneller laufen” nicht in letzter Konsequenz gegeben ist, muss man mit zahllosen Überholvorgängen immer der selben Spitzenathleten klar kommen und versuchen, daraus eine Motivation abzuleiten. Zwischendurch kreuzte ein Rudel Rehe die Piste, welches schlau abgewartet hatte, bis die ganz schnellen Runner durch waren. So hatte man als gereifter und rücksichtsvoller achtsam-Läufer wenigstens noch ein Naturerlebnis.
Ein weiteres Gutes ist, wenn man so der durchschnittliche Wald- und Wiesenläufer ist, hat man auf den letzten Runden die Bahn für sich. Petra nutzte dies weidlich aus, ihre letzte Runde war auch beinahe ihre schnellste. In der achten Runde von Jörg überholt, der in der letzten dann schon arg geschwächt dahintrudelte, wäre ihr fast die Revanche gelungen, es fehlten nur wenige Sekunden. Ganz weit davor allerdings setzte der in ansteigender Form befindliche Ringo den Neubrandenburger Lauftreff-Aktivitäten das Glanzlicht auf. Geplant: sub2, erreicht: 1:47:33!
Auch Petra und Jörg übertrafen ihre heimlichen Erwartungen. Petra, “nur” scharf auf eine Medaille, holte sich Gold in der AK. Jörg, zunächst nur aufs Überleben fixiert, kam mit der Strecke besser klar als bei diversen anderen Events dieses Jahres. Als AK-Vierter eingelaufen, heimste er gar noch den Bronze-Rang der LM ein, weil der 4min schnellere als 3. Eingelaufene nicht gemeldet hatte.
Auf der Rückfahrt dann erfreut vernommen, dass der FC Hansa schon wieder auf der Siegerstraße war. Da war es nur folgerichtig, noch einen kleinen Zwischenstop beim berühmten Laager Bäcker Stern einzulegen, um sich mit kulinarischen Hilfsmitteln für die anstehende Regeneration einzudecken.
Den nächsten lauftrefflichen Paukenschlag erledigten Matthias und Astrid + weitere Familie im fernen Bayern. Während ersterer sich in unerwarteter Abendhitze 1:56:41h lang am 22. Ingolstädter Halbmarathon beteiligte, hatte Astrid die 5k des dazugehörigen FitnessRun&Fun schon erfolgreich bewältigt.
Wer nun dachte, das wars mit den Wochenend-Höhepunkten, weit gefehlt!
Zunächst holten sich Jürgen und Erhard trotz intensiven Wurzelkontakts auf dem schwierigen Geläuf beide den ersten Platz ihrer jeweiligen AK beim Eurawasser-Waldlauf Laage über 2,4km.
Zugleich hatte Ringo seinen Auftritt beim Ostseeküstenlauf Rerik. Im gepflegten Genussmodus unterwegs, regenerierend vom HM des Vortags, holte er sich über die 10k den fünften Platz seiner AK.
Wenigstens war diese Distanz nicht zu kurz im Gegensatz zum gleichzeitigen HM, dem einige 100m fehlten.
Und das war immer noch nicht alles! Wenn man schon mal in Bayern ist, sagte sich Matthias, kann man auch mal mit 12000 weiteren Enthusiasten den Wings for Life live in München mitnehmen. Da kommt es nicht so auf Geschwindigkeit an, sondern auf die Unterstützung der Rückenmarksforschung. Nach 1:14h bzw 11,02km durfte er dann an den Rand, um das mit 14kmh dahinrasende Catch-Car vorbeizulassen.
das war der diesjährige “Lauf an der Molli-Spur”, denn auf Grund diverser Bauarbeiten gab es eine geänderte, man könnte beinahe meinen, abgespeckte Version dieses traditionsreichen Events zu überstehen.
Nicht nur, dass das wundervolle Klostergelände als Party-Hotspot ausfiel, die Strecke war diesmal so gelegt, dass zwar viel mehr Staub und Steinchen geboten wurden als gewohnt, jedoch vom Molli bzw. dessen Spur war nun wirklich mal gar nix zu sehen. Und zwar noch viel schlimmer, als sich das bis eben hier las: Alle diejenigen, welche auf den Genuss der vollen 12k schweren Herzens verzichteten, in der Hoffnung, eine Hälfte der Strecke steam-punk-mäßig dampfgetrieben zurückzulegen, wurden bitter enttäuscht. Diesmal kam es zu 100% nur auf die eigenen Füße an.
Umso höher ist die Ausdauerleistung derjenigen zu werten, welche eine teilweise abenteuerlich lange An- und Abreise per Drahtesel bewältigten (wenn man stillschweigend voraussetzt, dass die evtl. vorhandene Leistungselektronik abgeschaltet blieb).
In dem Gewusel auf dem Markt konnte man dann so manche alte Bekanntschaft aus früheren Laufzeiten auffrischen während bzw. nachdem man es geschafft hatte, seiner Startnummer (mit Essenmarke und Tombolalos!) habhaftig zu werden.
Das Wetter meinte es gut mit den km-Dürstenden, beinahe etwas zu gut, denn die Piste nach und von Bollhagen war doch recht staubig unter der unbarmherzigen Sonne. Nur Kellers Wald spendete ein wenig Schatten, so dass man mit reichlich ausgedörrter Kehle jedem Getränkestand sehnsuchtsvoll engegenlechzte.
Ringo verschwendete aus Lauftreff-Sicht am wenigsten Zeit bei seinen 6k und durfte sich als Dritter der AK Ü50m im Siegerzelt präsentieren. Die gleiche Platzierung erkämpfte sich Tatjana in ihrer Ü50w. Beides beachtlich, wenn man die Breite der Molli-AKs bedenkt. Besonders hart für Jürgen: Sonst immer unter den ersten eins bis zwei zu finden, musste er sich zusammen mit Erhard mit dem 18. bzw. 17. Platz in der Ü18m begnügen. Auf den Urkunden für beide die gleiche Zeit von 26:36 über die ca. 3k, und mittels Video-Schiedsrichter wurde Erhard als Sieger dieses Paar-Einlaufs amtlich festgestellt. Auch Maja war auf den 3k unterwegs und erreichte gewiss eine pädagogisch wertvolle Vorbildwirkung für ihre “Drümpelspatzen”.
Ein Paareinlauf klappte auch beinahe bei Tatjana und Katja, wenn man von den 10sec Vorsprung für Katja absieht. Beide machten sich anfangs relativ gemütlich mit Birk in der Mitte auf die Piste, aber dann erwachte der Durst nach einigen motivierenden Überholvorgängen, und es entwickelte sich schließlich ein episches Rennen unter Beteiligung von Sandra, welche mit denkbar knappem Abstand zusammen mit Birk finishte.
Irgenwann später dann dackelte auch Jörg herein, dem es genug sein musste, seinen etwas erkälteten Sohn überholt zu haben.
Dann hatte es auch Astrid geschafft mit ihrem 6k-Walking: schneller als manch Läufer stiefelte sie auf den 1. Platz der AK und verfehlte Gold in der Gesamtwertung nur um eine Sekunde. Wie man hörte, zweifelt sie etwas an der Messung, aber ich meine, der neue Job tut ihr einfach gut.
Dass es dann eine Weile dauerte, dass Katrin und Micha, sowie Doreen und Frank den Zielstrich querten, lag nicht etwa an erhöhter Gemütlichkeit, sondern sie zählten zu den Unentwegten, welche den Kampftag des 1.Mai zum Anlass nahmen, sich über die vollen 12k durchzukämpfen!
Ein Sonderpreis an Ringo, der es schaffte, nicht nur sich selbst, sondern seine gesamte, derzeit auf der Nordhalbkugel anwesende Familie, auf den verschiedenen Strecken zum Einsatz zu bringen.
Was ein wenig schade ist, außer für die Gewinner gab es keine Medaillen. Dabei würden Molli und Münster doch prachtvolle Motive bieten. Wenn man die KI danach fragt: Ja, früher gab es mehr “Lametta”, beim Mollilauf.
Für alle, denen der Anblick des vergeblich ersehnten Vintage-Verkehrsmittels versagt geblieben ist, zum Schluss noch ein Schnappschuss von demselben, auf der Rückfahrt erhascht.
wie z.B. nach Jatznick?
Nun, auch dort sind gelegentlich Laufcup-Punkte zu holen, und eine größere Lauftreff-Delegation nahm sich dieser Aufgabe an.
Und es wurde in ungeahnter Weise abgesahnt, wie die Gewinner-Galerie eindrucksvoll zeigt!
Die näheren Einzelheiten sind von JÜRGEN zu erfahren:
Sehr zögerlich erhielt unser Matthias unmittelbar nach dem Stoltera-Küstenwaldlauf eine Antwort auf seine Frage, wer am 29.04. 2023 in Jatznick an der 6. Runde des diesjährigen LC teilnehmen möchte. Holger ließ seine Teilnahme spontan von Ingi übermitteln, Maja, Ralf, Petra sagten ab, alle anderen waren noch in der Phase der Überlegung. Letztlich entschieden sich noch Sabine, Ringo Sandra, Katja, Jürgen und nach einer Würfelrunde „ja-nein“ Katrin dafür.
Jatznick, wo liegt das?, passt der Termin?, und wie ist die Laufstrecke?, wer ist gemeldet?, das waren Überlegungspunkte. Nach Erinnerungen von Sabine sollten die ersten Kilometer ausschließlich ansteigend sein, nach dem Wendepunkt dann entsprechend leichter absteigend. Das galt für die 7,5 km. Zur doppelten Distanz sagte Matthias nach dem Rennen: „Gut, dass ich das Laufprofil vorher nicht kannte“. „Es ging häufig hoch und runter, war teilweise sehr fordernd, auch noch stellenweise vom Gegenwind begleitet“, so Ringo.
Aber wie kamen wir ins für viele unbekannte etwa 200 Straßenkilometer entfernte im Osten liegende Jatznick? Matthias „transportierte“ Katja, Katrin und Holger, Ringo sammelte Sandra ein und holte in der Frühe 06.30 Uhr Jürgen ab. Unterwegs gratulierten alle Paula zum Geburtstag. Etwa zeitgleich bereits gegen 09.00 Uhr in Jatznick an der Grundschule begrüßte uns ein dörfliches, anheimelndes Milieu. Dann trafen auch Sabine und Heinrich ein, um an dem vom SV scn Energy Torgelow e.V. organisiertem Event teilzunehmen.
In einer aufgeräumten, geräumigen Schulsporthalle mit sanitärerer Einrichtung fanden wir ausreichend Platz. Matthias brachte die mit Transpondern versehenen Startnummern, jeder hatte im Gespräch dann ausreichend Zeit bis zum Start. Vorne einreihen hieß es für die ambitionierten Läufer, es wird nur die Bruttozeit gemessen! So gewaltig groß war nun das Starterfeld nicht, aber es ging pünktlich ohne weitere Ankündigung mit einem Schuss los und im eiligen Tempo.
Jürgen war nicht so ambitioniert, hatte aber mal wieder nach etwa 150m mit Luftnot zu tun, verminderte das Tempo, schnell war dann die Situation überstanden. „Nur langsam, die Strecke ist noch lang“ rief Steffen aus Laage ihm zu. Recht sollte er haben. So lief Jürgen dem Feld hinterher, die Beschreibung von Sabine mit dem An- und Abstieg im Kopf. Der Wendepunkt nach 3,75 km hätte früher da sein können, schon weit davor begrüßten ihn Sabine, Katja, Holger und Katrin auf ihrer Rückrunde. Diese erwies sich für Jürgen nicht so einfach wie gedacht, allein zu laufen verführt dazu, nicht das höchstmögliche Tempo zu halten. So war er hoch erfreut, als ihm Katrin ca. 0,5 km vor dem Ziel entgegenkam, um nach ihrem Lauf nach ihm zu schauen, wie es geht. Jürgen verspürte zu dem Zeitpunkt leichte Schmerzen in den Oberschenkeln, die er lange nicht mehr kannte, wohl von Streckenprofil und -länge hervorgerufen.
Am Ziel war dann für uns alles gut. Alle waren unter den Top 7!! Sabine kochte ihre Konkurrentinnen mit über 6 min ab!! Heinrich hatte in der Zeit über 8000 Schritte hinter sich! Besonders freute sich Katja über Ihren eigenen Podestplatz, aber auch Katrin über ihre Laufzeit und Platzierung, wenngleich sie noch Reserven sah. Matthias und Jürgen, 10 AK voneinander entfernt, waren konkurrenzlos in ihren AK, „egal“, sagte Matthias, sie waren angetreten, gaben ihr Bestes und finishten.
Alle Ergebnisse unter 15. scn energy-Lauf, 29.04.2023 : tollense-timing
Nach dem Duschen fanden wir uns im Innenhof der Grundschule zusammen, zur Siegerehrung und Tombola. Matthias, Katrin, Katja und Holger hatten reichlich für kulinarische Köstlichkeiten gesorgt. Großer Dank dafür! Diskussionen untereinander und mit Freunden erheiterten darüber hinaus die Stimmung, auch kritische Stimmen. „Es fehlt der Schule an Kindern, wir sind aber zu alt, es zu ändern“, vermittelte Heinrich.
Wie auch immer, wir kamen dank der umsichtigen Fahrweise unserer Doppelstarter, als Läufer und Kfz-Pilot, sicher und schnell wieder in der Heimat an. Ein besonderer Dank dafür.
So könnte man aus Sicht des Lauftreffs das fünfte Wertungsrennen des Laufcup MV – den 40. Stoltera-Küstenwaldlauf – zusammenfassend beurteilen.
Obwohl – Ringo hatte rechtzeitig vor der Sandhölle gewarnt und sich für eine alternative Herausforderung mit vorwiegend festerem Untergrund unter den Pneus seines guten Silex400 entschieden.
Jedoch blieben noch genug Lauftreffler übrig, die auf der höllischen Piste noch ein paar Cup-Punkte sammeln wollten.
Und im Gegensatz zu den Tagen drumherum strahlte purer Sonnenschein auf den Parcour, phasenweise beinahe schon zu warm für Bestzeiten. Das war natürlich kein Hindernis für Sabine und Petra, ihre jeweiligen Altersklassen abzukochen. So konnte gleich noch zweimal vom Siegertreppchen gestrahlt werden.
Vorher aber mussten nach der fotogenen Leuchtturm-Umrundung zweimal die dieses Jahr wirklich sehr langen und tiefgründigen Sandpassagen ausgemessen werden. Das saugte ganz schön am Gebein, aber alle kamen heil und gesund über den Zielstrich. Teilweise auch sehr erfolgreich, wozu Ralfs freudige Mitteilung gezählt werden kann, so schnell wie 2019, also quasi in der vor-Corona-Ära, gewesen zu sein!
Was half, waren natürlich die beiden Ehrenmitglieder unserer Fan-Kurve Inge und Heinrich, letzerer auch schwer zu überhören!
Der Fairness- und Gentleman-Runners-Prize aber gebührt auf jeden Fall Holger, der sich aufopferungsvoll um Maja kümmerte, so dass diese sehr erschöpft, aber auch sehr glücklich die Ziellinie gemeinsam mit ihm überqueren konnte.
Jörg hätte beinahe den pädagogisch wertvollen Erfolg verbucht, auf dem letzten km seinen plötzlich wieder ins Blickfeld gerutschten Michael einzuholen, aber der hatte dann trotz Erkältung den besseren Endspurt auf seiner Seite.
Eine gute Sache bleibt noch: Von den Meldegebühren wurden €531 zur Pflege des Küstenwaldes an die neue Rostocker Oberbürgermeisterin durchgereicht. Hoffentlich aber werden diese nicht zur Asphaltierung der Sandpassagen eingesetzt – damit verlöre dieses Rennen ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal!
- – - alle Ergebnisse – - - Cup-Zwischenstand – - –
Genau das war der Plan der siebenköpfigen Lauftreff-Delegation beim sechsten Schweriner Schlosslauf! Zuallererst musste mancher aber eine gedankliche Hürde beim Studium der Ausschreibung überwinden. Denn die unbedingt zu beachtenden Regeln für die Laufcup-Teilnehmer enden sehr abrupt mitten im Satz.
Zum Glück gibt es jetzt ja eine phantasievolle KI im Netz zu finden, die gerne aushilft und vervollständigt. Aber irgendwie auch schon wieder etwas zu phantasievoll, so dass man sich immer noch fragte “Darf / sollte ich jetzt mit GPS-Uhr laufen oder lieber nicht?”.
“5. Das Mitführen elektronischer Hilfsmittel beim Wettkampf, mit denen eine ” ??? –>
” …. Leistungssteigerung erreicht werden kann, ist nicht gestattet. Hierzu zählen beispielsweise GPS-Uhren oder andere technische Geräte, die dem Läufer Informationen über die Strecke oder die eigene Leistung liefern könnten. Das Ziel ist ein fairer Wettkampf, bei dem alle Teilnehmer/innen die gleichen Bedingungen haben.”
” …. zeitweise Unsichtbarkeit erzielt werden kann, ist nur erlaubt, wenn man vorher Harry Potter um Erlaubnis gefragt hat.”
” …. faire Leistungsbewertung nicht gewährleistet werden kann, ist ausdrücklich erwünscht. Schließlich geht es nicht um Fairness oder sportlichen Ehrgeiz, sondern darum, den Sieg um jeden Preis zu erringen. Schummeln, Tricksen und Betrügen sind die Grundpfeiler jedes erfolgreichen Wettkampfs. Wer nicht schummelt, verliert – und wer verliert, ist ein Verlierer. Also, vergesst Fairplay und Moral und holt euch den Sieg mit allen Mitteln!”
” …. unzulässige Beeinflussung der eigenen Leistung oder der Leistung anderer Teilnehmer möglich ist, führt zur Disqualifikation und möglicherweise zu lebenslangem Startverbot bei allen offiziellen Wettkämpfen. Jeder Schritt mit einem solchen Gerät in der Hand wird zu einem Schritt in Richtung endgültiger Ausschluss aus dem Sport, den du liebst und zu dem du dich hingezogen fühlst. Lass nicht zu, dass deine Leidenschaft für den Sport durch den Einsatz verbotener Hilfsmittel zerstört wird. Handle verantwortungsvoll und fair, damit du und alle anderen Teilnehmer eine ehrliche Chance haben, ihre Fähigkeiten zu zeigen und ihr Bestes zu geben.”
” …. Zeitmessung oder Routenüberwachung möglich wird, ist nicht gestattet. Lasst den Wind euch tragen und euren Herzschlag das Tempo schlagen, denn nur so werdet ihr eure wahre Größe im Laufe der Strecke zeigen.”
Nun ja, es gelang, diese Informationen bis nach dem Lauf unter Verschluss zu halten, so dass niemand unnötig verwirrt wurde.
Und das Wetter war viel besser als vorausgesagt und befürchtet, so dass man pünktlich und frohgemut auf die Piste gehen konnte, lautstark angefeuert von den aktuellen Groupies Inge und Katja, letztere mit verdienstvoller Medienarbeit voll ausgelastet, die den Grundstock zu einem aufregenden Video bildete. Auch der Fotoservice Gudrun “Sprintefix” war wieder voll in Aktion.
Eine sehr schöne Strecke mit viel Seeblick war zu durchmessen, nach dem sight-seeing-Teil in Form der halben Schloßumrundung kam gar die Sonne raus.
Ringo in seiner zur Zeit bestechenden Form sauste vorneweg, wenn auch etwas hinter unserem Fiko-Freund Martin, gefolgt von Matthias, Ralf, Holger, Jörg, Katrin und Micha. Nicht zu vergessen Jörgs Nachfolger Michael, der seinem Alten Herrn in letzter Zeit immer öfter wegrennt. Und unser Ex Frank gönnte sich mal ruhige 8k, welche locker für den AK-Sieg reichten.
Es fiel auf, dass es zunehmend in Mode kommt, als Läufer merkwürdige Dinge auf dem Kopf herumzutragen. War es in Berlin noch die Ananas, konnte jetzt einmal ein Original-Meerschweinchen bewundert werden. Das ist in Zukunft bestimmt noch ausbaufähig.
Herr Gajek, sonst in Ralfs/Holgers/Jörgs Ak der 25-P-Abräumer, hatte diesmal andere Aufgaben. Einerseits trug er Sorge, dass auf jeder Finisher-Urkunde seine Cheforganisator-Unterschrift prangt. Andererseits hatte er damit zu tun, den Läufern am hinteren Ende des Pulks etwas zusätzliche Motivation zu verleihen, indem er schmunzelnd begann, die die Piste begrenzenden Flatterbänder aufzurollen. Da konnte man schon befürchten, dass auch die hilfreichen roten Richtungspfeile alsbald abgewischt werden würden, so dass man verurteilt wäre, sein Läuferdasein als verirrter Eremit in den wüsten Gestaden des Faulen Sees zu vollenden. Jörg gelang es derart beflügelt sogar, zu Holger aufzuschließen. Aber nur vorübergehend, denn Holgers Endspurt-Qualitäten sind zu Recht gefürchtet.
<alle Ergebnisse><Lauftreff>
Nach dem Lauf dann wurde wieder mal sorgfältig darauf geachtet, Flüssigkeitsdefizite unter geschickter Vermeidung von gefährlichen Wasservergiftungen zu beheben.
Es wurde ja öfter über eine mögliche spirituelle Verbindung zwischen dem Lauftreff und dem FC Hansa spekuliert. Nun, welche Inspiration nahmen die Rostocker Kicker heute mit? Also, von Ringo ließen sie sich offensichtlich nicht beeinflussen, eher vom anderen Ende der Kolonne. Anfangs tapfer dagegengehalten, dann aber in Unterzahl sang- und klanglos untergegangen . . .