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Nach dem 25. Rostocker Citylauf überschlugen sich ja die Nachrichtenagenturen in Meldungen über eine Rekord-Veranstaltung – sowohl was die Teilnehmerzahl als auch eine Reihe neuer Bestzeiten betraf. Und zu beidem hat unser Lauftreff reichlich beigetragen – zum einen durch die pure fast vollständige Teilnahme, zum anderen durch eine Reihe von herausragenden persönlichen Bestleistungen. Und dabei zählen ja nicht die absoluten Zahlen, sondern die teilweise fulminanten Leistungssteigerungen, die fast alle unserer Lauf-Athleten im Kampf gegen sich selbst errungen haben.
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Wenn man nur mal mit dem letzten City-Lauf vergleicht: Frank Bennis 1:34:36, Andreas 2:02:20, Sabine 0:46:15, Ralf 0:48:49, Caro 0:54:02, Nadine 1:02:32, Astrid 1:03:07, Tatjana 0:52:11.
Nur über meine eigene Performance gestatte ich mir mal den Mantel des Schweigens zu decken – bin immer noch in der Phase, so einen Wettkampf überhaupt heil zu überstehen. Und als altgedienter Walker war ich ja bass erstaunt und erschrocken, wieviel mehr man sich bei so einem Läufchen mit mittelmäßiger Geschwindigkeit auspowert im Vergleich zum Kampf um den Gesamtsieg bei einer Walking-Strecke gleicher Länge. Oh, da ist einiges an Kondition verloren gegangen.
Aber:  Mehr als kompensiert durch das Lauftreff-Team!

Der heutige glutheiße mittägliche Wind trieb ein flatterhaftes Objekt vor mein geistiges Auge, welches ich als interessanten Zettel identifizieren konnte.
Und um bei allen Lauftrefflern die Vorfreude auf das kommende Wochenende NOCH etwas zu erhöhen, will ich den mal hier zur Schau stellen.
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Nicht vergessen: am Freitag gibt es die Startunterlagen beim Training.
Am Sonntag dann starten der HM um 10:00 und um 12:30 schließlich die 10km.
Zum Glück soll die Hitze bis dahin etwas nachlassen.

Am 11.5. schlug nun schon wieder die Stunde – und zwar die des ersten Stundenlaufes dieses Jahres. Frank gab wieder mal den Schlachtenbummler, IMG_0727Jürgen hatte sich vorgenommen, eine halbe Stunde die Schönheiten der Strecke zu genießen – und: das genau war auch mein Plan. Nach gefühlten Ewigkeiten Zwangs-Laufpause zum ersten Mal wieder eine Strecke von mehr als 300m (von zu Hause zum Bäcker :-) ) am Stück richtig laufen. Bestärkt durch die zwei Tage vorher ganz gut gelaufene Trainingseinheit mit Tatjana. Nicht Schnelligkeit sollte das Ziel sein, sondern ein schönes Ende mit perfektem und körperfreundlichem Laufstil unter akribischer Systembeobachtung zu zelebrieren. Alles für die B-Note! IMG_1026
Und – es ging erstaunlich glatt und bei der etwas gedämpften Rasantheit kam endlich mal die Strecke dazu, mir einiges von ihren frühlingshaften Schönheiten zu vermitteln – dank Sprintefix für die Ewigkeit festgehalten.IMG_0919IMG_0833
Atmung und Puls schwangen sich allmählich in lange nicht gesehene Höhen vor – monatealter Staub aus den hintersten Ecken der Lunge wurde gegen frische Seeluft ausgetauscht – einfach grandios. Man hat gemerkt, dass den Waden lange nichts Ordentliches zuteil wurde (Walking zählt da nicht so sehr), aber das sonstige Körpergefühl ist wahrhaft überwältigend, ungefähr wie nach dem allerersten Halbmarathon. Vor lauter Begeisterung wurde es dann doch mal eben ein Ganz-Stundenlauf, Genuss pur.
Nun kann der Citylauf so langsam kommen.
Und ich hoffe, diese Ausbreitung meiner Befindlichkeiten macht dem oder der Einen oder Anderen, welche zur Zeit auch mit körperlichen Laufhemmnissen zu kämpfen haben, etwas Mut. Nicht verzagen, es wird wieder, und es wird GUT sein.

PS: Irgendwie fühlte ich mich nach der ganzen Aktion gleich wie zu Hause. Ob das an der Konversation lag? “Du, Pass man auf, dass Du dich nicht gleich wieder übernimmst! “Jajaa, ich pass schon auf.” Hoffentlich…

An diesem Wochenende wurde nicht nur der denkwürdige Versuch unternommen, die Marathon-Laufzeit unter 2h zu drücken , sondern auch der Lauftreff schwärmte mal wieder in alle Himmelsrichtungen aus.
wa_tatjanaTatjana entschied sich für den 17. Heilbronner Trollinger-Marathon, wo sie ihren HM in guten 1:53:03 durchlief. Noch etwas schneller als beim Darß-HM! Etwa eine neue PBZ?? Aber ja, und das auf einer besonders schwierigen, weil bergigen Strecke!
Jürgen  dagegen tobte sich beim 15. Eurawasser-Waldlauf in Laage aus, indem er mal eben die Altersklasse knackte.wa_laage2

Und dann gab es da ja noch den 35. Ostseeküstenlauf in Kühlungsborn, zu dem Silke, Frank und Doreen langfristig gemeldet hatten. Leider musste Silke ihren gut antrainierten HM-Auftritt sausen lassen, und auch Frank verzichtete schweren Herzens auf den Start, machte aber den begeisterten Schlachtenbummler. Und ich, ja auch immer noch mit Laufhemmung versehen, entschied mich auf den letzten Drücker, es wieder mal mit Nordic Walking zu versuchen.
Und wie lief / äh, ging das nun aus meiner Sicht? Das diesmalige Walking-Teilnehmerfeld, sehr übersichtlich aus 15 Damen und 5 Herren zusammengesetzt, ließ auf eine gute Platzierung hoffen. Der Start erfolgte gemeinsam mit den 118 10km-Läufern, so dass am Anfang ein ziemliches Gedränge herrschte. Das löste sich auf der Promenade aber recht schnell auf und – ich konnte zwar den entschwindenden Läuferpulk sehen, aber keinen einzigen Walker vor mir. Und während der ganzen Strecke Richtung Wendepunkt überholte auch keiner. Da konnte man schon mal eine goldige Laune entwickeln, auch angesichts der prächtig strahlenden Sonne, welche die herrliche, mit reichlich Ostseeblick ausgestattete Strecke liebevoll illuminierte.
Dann, ein Ende vor dem Wendepunkt, der Schock. Es kam mir Doreen entgegen, um mich mit “Du bist der Zweite” aufzumuntern. Und weit voraus war die ganze Zeit niemand Gehendes zu sehen gewesen, das ließ auf einen beachtlichen Vorsprung schließen.

dh&jvNun gab ich (noch) etwas mehr Gas , durfte dann in reichlichem Abstand zum Wendepunkt meinen entgegenkommenden Gegner bei der Arbeit beobachten. Er machte das sehr beeindruckend, ohne Stöcker, mit intensivem Armdurchschlag. Und trotz aller Anstrengungen war nach der Wende nicht einmal mehr Sichtkontakt aufzunehmen.
Aber der Sichtkontakt zur Ostsee entschädigte jetzt für alles – die war zwar wegen etwas diesiger Luft vom Himmel nicht zu unterscheiden, und man hätte sie nicht erahnt, wäre da nicht über weit entfernten Büschen ein Schiff mit roten (!) Segeln wie ein Fliegender Holländer scheinbar durch die Luft geschwebt. Faszinierend, Watson, äh Kirk. Gern hätt ich ja das Handy rausgekramt und diese Szene festgehalten, aber das Gefummel mit den Stöckern! Und achteraus schnaufte schon der derzeitige Drittplatzierte.  Nun, ich konnte den Silberrang verteidigen und am Ende gab es – im Gegensatz zum Warnemünder Küstenwaldlauf – auch eine Siegerehrung für die Walker.
Ansonsten das Fazit – als eigentlicher Läufer hat man doch einen gewissen unfairen Vorteil gegenüber den normalen Walkern, weil man konditionell nur minimal herausgefordert wird im Vergleich zur “richtigen” Lauferei. Und selbst bei dem Versuch, an einem Besseren dranzubleiben mit dem wahrhaft Maximalen, was man bei dieser Bewegungsart so aus sich herausholen kann,  bleiben Puls und Atmung im entspannten Bereich. Gilt zumindest für mich, Olympia-Walker sehen das eventuell anders…

und nicht zu laufen war mein Sinn.
So sind nun mal die Spielregeln beim Nordic Walking. Es bedarf aber einer enormen Willenskraft, sich lückenlos daran zu halten, besonders wenn man seine “stockende” Laufkarriere betrauert. So erntete ich doch einige kritische Blicke meiner beiden Vorläufer beim 36. Küstenwaldlauf, in deren Sog ich bis zum Wendepunkt dahinstöckelte.
Und obwohl ich extra meine VR-Brille zu Hause gelassen hatte, schaffte es mein Orthopäde dennoch, sich als 3D-Avatar vor meinem geistigen Auge aufzubauen und sachte auf- und abschwebend in einer Sprechblase den Spruch ” 8 Wochen Laufpause” rot blinken zu lassen. Dabei sind die eigentlich schon rum! Oder fangen die bei jedem einzelnen Laufschritt von vorne an??  Na denn gut Nacht.  Nun, im wesentlichen ohne Laufschritte konnte ich den kurzen Abstand auf die Führenden ganz gut halten und dachte so bei mir, ab dem Wendepunkt mal etwas mehr Gas zu geben und auf den helfenden Sog der Vorderleute zu verzichten. Aber, den Gedanken hatten die beiden auch – setzten ihn aber dergestalt um, dass sie noch etwas mehr zulegten und ich dann den Strömungsabriss verkraften musste. Immerhin konnte trotzdem eine Stunde / 8km knapp unterboten werden,  aber leider wurde  den Walkenden keine offizielle Ergebnisliste zugeehrt. So bleibt es nur eine schöne Erinnerung. Aber im Zeitalter der fake-news kann man sich ja auch mal selber ne Urkunde basteln…

Doch genug der Selbstbeweihräucherung – der Lauftreff hat ja noch etwas mehr zu bieten:
Sabine, Ringo, Holger, Doreen und  Jürgen durften auf der 10-km-Strecke den richtigen Laufschritt performen. Holger – frank und frei – machte den pace-Kavalier für Doreen. Frank himself dagegen, auch etwas laufgehemmt momentan, konnte sich derweil als Fotoreporter nützlich machen.
Und Sabine, wie schon so oft, knackte wieder mal ihre Altersklasse. So stand einer mit reichlich Trophäen versehenen Heimfahrt in Richtung eines traumhaft verlängerten Wochenende nichts mehr im Wege.

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das zeigte sich drastisch am Tag des 12. Darß-Marathons. Nach reiflicher Überlegung entschieden wir uns frühzeitig, diesem statt der gleichzeitigen Hamburger oder Londoner Marathons den Vorzug einzuräumen. Man muss halt Prioritäten setzen.
Immerhin 10 Aktive traten den Weg zur Darßer Arche in Wieck an, um die Startunterlagen für den Halbmarathon in Empfang zu nehmen. Und wer nicht lief, mischte als Schlachtenbummler die Zuschauerkulisse auf.
Pünktlich um 10 gingen die Halbmarathoni auf die Strecke, um sie in etwas weniger oder mehr als 2h zu durchmessen. Alle schlugen sich wacker durch den teilweise starken Gegenwind (der am Ende zu einem tröstlichen Schiebewind wurde) und die endlos langen Waldwege. Nur Carolin war leider gezwungen, vorzeitig abzubrechen, stolperte dann aber unauffällig über den scharfgeschalteten Zielstrich und fand sich dann überrascht in der finisher-Liste wieder. Mit einer nicht ganz schlechten Zeit ;-)

Als letzter Starter unserer Truppe, 15min nach den anderen, durfte ich mich der heißen Zone nähern. Vollkommen unbedarft mit den Stöckern herumwedelnd, baute ich mich zu meinem ersten Nordic-Walking-Abenteuer hinter der Startlinie auf, nicht wissend, wie ich mich eigentlich fühlen sollte: Vielleicht wie die Raelert-Brüder, die nach einer bisher verkorksten Triathlon-Saison wenigstens den Kids die Startrek-Sticker beim Bambini-Lauf wegschnappen wollen, oder eher wie ein Hampelmann, der nach der halben Strecke weit abgeschlagen mit total verdrehten Gelenken in den Sani-Wagen gerollt werden muss? Nun, es wurde eher so ein Mittelding. Eine Spitzengruppe setzte sich sofort in einem atemberaubenden Tempo ab, während ich mir ein packendes, am Ende knapp verlorenes Dauer-Duell mit der “Ersten Frau” Grit lieferte, so dass ich auch etwas von dem ihr zugedachten Applaus profitierte. Interessant ist ja, im Gegensatz zum Laufen, dass der Puls ganz unten blieb, die allgemeine Kondition hätte locker noch ewig mitgespielt. Aber nicht die Biomechanik. Es ging auf Teufel komm raus einfach nicht schneller, ohne sich alle Gelenke (nochmehr / total) auszurenken. Ist eben doch eine besondere Kunst, die eben auch besonderer Fähigkeiten bedarf.
Wenigstens gelang es mir, in der M60 den Ersten zu machen.  Reiner Dusel, weil einer meiner Bezwinger just in diesem Jahr in die M65 abgedriftet ist.
Ich wollte dann mal gerne meinen pace wissen (war 7:48/km) und fand auf der entsprechenden Seite auch die recht aufbauende Bemerkung “Ab einer Pace von 9,5 (6,5 km/h) spricht man vom sogenannten Power Walking.” Yeah, mission accomplished.

Mit einer reichlichen Trophäensammlung konnte der Heimweg angetreten werden!

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09.04.2017 | 10. ELBDEICHMARATHON Tangermünde/ Sachsen-Anhalt

Wenn Mann oder Frau regelmäßig an professionell organisierten Läufen teilnehmen möchte, muss man schon sein Budget im Auge haben. Startgebühren ohne Extras wie Eventshirts oder Taschen von jenseits der 30 Euro für einen Halbmarathon lassen den Schluss zu, dass die Veranstalter gerne oberhalb der Kostendeckung kalkulieren. So kann es von Vorteil sein, sich a) einen Start zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenken zu lassen, b) einen Sponsor zu suchen oder c) an einer Freistartverlosung zu beteiligen.

Gute Erfahrungen konnte ich mit dem Laufengagement von e.on und Krombacher machen. E.on sponserte mir im letzten Jahr meine 10 km beim Kap-Arkona-Lauf und dank Krombacher durfte ich am 09. April 2017 beim 10. Tangermünder Elbdeichmarathon über die Halbmarathondistanz starten.

Nach dem Startplatzgewinn musste ich erstmal googeln, wo Tangermünde ganz genau liegt und was den Reiz (dieser) einer der größten Laufveranstaltungen in Sachsen-Anhalt ausmacht. Fahrtechnisch etwa soweit wie Berlin, zwischen Wittenberge und Magdeburg an der Elbe gelegen, ist es – natürlich verbunden mit einem Lauf – durchaus ein empfehlenswerter Sonntagsausflug.

Ich zitiere jetzt mal kurz aus dem Internetauftritt des Tourismus-Büros. Tangermünde gehört zu jenen norddeutschen Städten, die ihr mittelalterlich anmutendes Stadtbild bis in die heutige Zeit bewahrt haben. Hier findet der Besucher Historie zum Anfassen. Auf einer Hochfläche über der unverwechselbaren Auenlandschaft an der Mündung des Flüßchens Tanger in die Elbe liegen die mittelalterliche Burg und die vor etwa 1000 Jahren in ihrem Schutze entstandene Stadt.
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Hört sich nicht nur nett an, ich kann es auch bestätigen. Und so hatte es schon etwas von einem mittelalterlichen Heerlager, als man den Start- und Zielbereich an der Tanger zum Fuße der Stadtmauer betrat. Im Rund der Zelte und Wagen kamen rund 2.200 motivierte Landsknechte des Laufens in ihrer bunten Funktionsgewandung zusammen und wollten einen persönlichen Sieg über die klassische Marathondistanz, den Halbmarathon, die 10k, einen Minimarathon über knapp 4k oder einen Kinderlauf erringen. Der Starterranzen war übrigens gut gefüllt. Ein Fläschchen Protein-Drink, zwei Müsliriegel, eine Müsliprobe und diverse Kosmetikproben gab es in der Grundvariante. Starter über die Langdistanzen erhielten als Dreingabe auch ein Funktionshemd, dessen Grün mich aber nicht zu einem spontanen Outfitwechsel inspirierte.

Inspirierender war dagegen eine Läuferandacht in der St. Stephanskirche. Irgendwie war es eine Form der mentalen Motivation, auch wenn ich eher selten in Kirchen gehe.
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170409_Kirche
Ein bisschen irritiert hat mich der Abschluss der Andacht. Da hat der Pfarrer die Besucher der Andacht – wieder ganz mittelalterlich – aufgefordert, dem Landesherren (es war der Ministerpräsident) zu folgen, um seiner offiziellen Veranstaltungseröffnung beizuwohnen. Ein bisschen befremdlich fand ich diese Prozession im Zeichen einer nahenden Bundestagswahl dann schon. An der Spitze zwei Männer in Schwarz, Sinnbild für Kirche und Staat, dahinter folgen die Landeskinder. Nun ja in Abwandlung des Slogans des Regionalmarketings, die Altmark ist eine Welt für d(s)ich.

Mit diesen Gedanken und Dehnungsübungen stieg gegen 10:00 Uhr der Puls leicht an. Zur vollen Stunde starteten die Marathonis. Im Abstand von jeweils 10 min dann die Läufer über die Halbdistanz und dann die 10er. Unter dem Jubel der Zuschauer ging es zunächst noch ein Stück an der Stadtmauer entlang, dann ein paar Meter durch eine Eigenheimsiedlung und nach zwei Kilometern war man schon auf freiem Feld. Ein eigener Laufrhythmus war schnell gefunden, da es kaum Steigungen gab – am Ende standen elf Höhenmeter zu Buche – und sich das Feld auch extrem schnell und weit auseinander zog. Platz war ja da und der gelegentlich drückende Wind sowie die steigende Sonnen taten ein Übriges. Unterwegs passierte man die drei Dörfer Bölsdorf, Buch und Schelldorf, wobei man den Eindruck gewinnen konnte, dass die Läuferschar das gesamte Tourismusaufkommen in diesen Gemarkungen ausmachte.

Am herzlichsten war der Empfang in Buch. Als Verpflegungsstation ausgelegt, ließen es sich die Bewohner nicht nehmen, ein zünftiges Dorffest zu feiern. Sie mit Musik, Bier und Gegrillten – wir mit Wasser, Äpfeln und Bananen. Von der Musik hatten natürlich beide Seiten etwas. 170409_strava_21k_Tangermünde
In Schelldorf kam die Wende bei Kilometer 12,5. Einerseits konnte man auf einem Abschnitt von ca. 2 Kilometern, die einem nachfolgenden Läufer beobachten, andererseits kippte bei mir der Zeitplan Schaffte ich die ersten 12 Kilometer noch in einer Zeit von knapp 59 Minuten, merkte ich schnell, dass mir die Kilometerzeiten wegrutschten und die 1:44:59 auch diesmal nicht erreicht werden kann. Zeiten zwischen 5:08 und 5.38 standen jetzt auf der Uhr. War es die Kraft oder der Kopf, ich weiß es nicht. Dennoch konnte ich das letzte Drittel – jetzt auf dem Elbdeich – genießen. Und als die Stephanskirche – die von der Andacht – in Blick kam, war ich auch mental wieder auf der Höhe.
Der Zieleinlauf am Flüsschen Tanger zog sich noch etwas, schließlich brauchten die Zuschauer Platz zum Jubeln. Als ich jedoch vom Moderator mit Namen im Zieleinlauf angekündigt wurde, streckte ich meine Brust und konnte die Ziellinie mit einer Zeit von 1:48:36 überqueren. Kopf gesenkt für die Medaille. Dankbar lies ich mir die Schuhe aufbinden, damit mein Chip eingesammelt werden kann. Auch das Alkoholfreie konnte nach diesem Lauf nicht kühl genug sein. Na gut es waren zwei.
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Blieb die Frage, wie ich mich wieder vom Landsknecht zum Promeniere wandele. Ausdauersport ist ja mit gewissen Begleiterscheinungen verbunden. Vom Veranstalter wurde der Hans-Grohe-Duschtruck angekündigt und von mir mit Spannung erwartet. Vorstellen konnte ich mir darunter recht wenig und die Assoziationen, die man als Läufer mit mobilen sanitären Anlagen hat, wollte ich eigentlich nicht vertiefen.

Aber viel zu viele Gedanken gemacht. Die Ladefläche eines Sattelschleppers wurde geteilt und mit Edelstahl ausgekleidet. Man konnte zwischen verschiedenen Armaturen auswählen (ein gewisser Werbeeffekt) und hatte überhaupt nicht das Gefühl, irgendwelche Abstriche machen zu müssen. Das Wasser hatte eine angenehme Temperatur und die Sauberkeit der Anlage ließ so manchen Fitnesstempel blass aussehen.

Der Elbdeichmarathon ist ein durchaus empfehlenswerter Lauf. Die Stimmung ist entspannt und die Strecke weist keine besonderen Tücken auf. Sowohl Anfänger als auch Ambitionierte kommen auf ihre Kosten. Ich würde 4,5 von 5 Punkten geben.

Das erste April-Wochenende wurde von etlichen Lauftrefflern genutzt, mal wieder die Waden wettkampfmäßig auszulüften.
Ringo tat dies beim “Sparkassen-Ostseelauf Timmendorfer Strand“, wo er sich einen weiteren Halbmarathon für dieses Frühjahr gönnte und ihn in 1:48:56 finishte.
Dem  Berliner Halbmarathon wurde gleich von dreien unserer Lauftruppe ein Glanzlicht aufgesteckt: Birthe kämpfte sich in 2:26:47 durch, Ines in 2:08:15, und Frank schoss den Vogel ab mit 1:34:30. Glückwunsch allen unseren Finishern!

Und hier die Trophäensammlung:

Ringo
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Frank
FrankB

Ines

ines

Birthe

birthe

Schicke Medaillen

berlin

Das Jahr 2018 rückt unaufhaltsam näher – das Jahr, in dem der 800ste Geburtstag von ROSTOCK begangen wird. Dabei sollte auch an sportliche Einlagen gedacht werden.
Folgende passende Projektidee wurde im Lauftreff des 1. LAV ausgebrütet:
Es wird ein Team von Laufathleten aus Rostock und Umland aufgestellt (mindestens 5*7, maximal 15*7), von denen in 2018 in JEDER der 15 Rostocker Partnerstädte jeweils sieben davon geschlossen als Freundschaftsbotschafter von Rostock bei einem größeren überregional bedeutsamen Laufereignis auftreten.
Natürlich in coolen Funktionsshirts mit dem Jubiläumslogo und den 7 Rostocker Türmen und entsprechender medialer Begleitung.
Von Seiten der Stadt wird die Idee mit Wohlwollen betrachtet, und bei hinreichendem Interesse werden sowohl organisatorische Unterstützung als auch ein teilweises Sponsoring in Aussicht gestellt.
Ein ernsthaftes Nachdenken darüber setzt voraus, dass bis Ostern ein feedback vorliegt, welches Interesse überhaupt besteht.
Vielleicht hat ja jemand eh vor, eines dieser Ereignisse wahrzunehmen und jetzt auch noch Teil eines coolen Teams zu werden. Bitte melden (Kontakt jvoelske(ät)gmx.de, Betreff “hro807″ – - oder Formular ausfüllen und absenden)

Im Folgenden die Partner-Rennen von 2017. Es ist zu erwarten, dass all diese Rennen zu ähnlichen Terminen in 2018 ebenfalls stattfinden werden.

Datum 2017 Ort Land Lauf-Events Datum 2018
12.3. Bizerte TN Semi Marathon de Sejnane
19.3. Dünkirchen F Semi-Marathon du Carnaval
2.4. Raleigh USA Rock ‘n’ Roll Raleigh Marathon 7./8.4.
23.4. Antwerpen B DVV Antwerp Marathon 22.4.
22.4. Dalian CHN Dalian100 Endurance Run
23.4. Rijeka HR Rijeka Half Marathon
29.4. Bergen N BERGEN CITY MARATHON
30.4. Bizerte TN Semi-marathon de GHAR EL MELH
7.5. Varna BG Marathon Varna
14.5. Riga LV Lattelecom Riga Marathon
20.5. Göteborg S Göteborgsvarvet Half Marathon
11.6. Guldborgsund DK Sydstensløbet
11.6.. Aarhus DK AARHUS CITY HALVMARATHON
1.7. Turku FIN Paavo Nurmi Marathon
26.8. Aarhus DK Marselis Run
27.8. Stettin PL Szczecin Pólmaraton
1.10. Bremen D swb-Marathon
5.11. Raleigh USA City of Oaks Marathon

Zum Vormerkformular geht es HIER.

UPDATE 18.4.17

Ein Blick in den Warnow-Kurier und in den dort bekanntgemachten Webauftritt “rostock-international” brachte etwas mehr Korrektheit in die diplomatischen Gegebenheiten: Rostock hat nicht 15, wie oben behauptet, sondern 14 offizielle Partnerstädte. Bizerte (TN) gehört nicht dazu, sondern hat den Status einer “Befreundeten Stadt”. Auch nicht schlecht. Weitere befreundete Städte sind sodann Batumi (GE), Haikou (CHN), Hefai (CHN), Kaliningrad (RU) und Karlskrona (S).
Und eine ganz brisante Information kam dazu: Die älteste Partnerschaft besteht mit Stettin und begeht dieses Jahr ihren 60. Jahrestag! Das schreit eigentlich danach, eine alte Tradition wiederzubeleben und wieder mal mit einer Rostocker Mannschaft schon dieses Jahr beim Halbmarathon am 27.8. anzutreten. Vier potentielle Starter haben bereits Interesse bekundet! Weitere potentielle Interessenten können sich auf dem Formular kundtun.
Die Teilnahme kostet aktuell 70Zl (ca. 20€), ab der Startnummer 1251 sind es dann Zl 90 bis hin zu maximal Zl 120. Momentan (18.4., 13:45 MSZ) ist schon die Startnummer 1115 erreicht, also nicht gerade eine kleine Veranstaltung. Entsprechende Stimmung ist zu erwarten.
Wer im übrigen eine der begehrten Startnummern 1 bis 20 haben möchte, kann sich die extra kaufen. Nicht gerade Schnäppchen, und eine entsprechende Leistung sollte vielleicht auch dahinter stehen :-)
Mit dem Bus kommt man günstig am 26. hin und am 27. zurück, passende Unterkünfte für den Zeitraum sind schon überdurchschnittlich gebucht, aber noch ist etwas zu haben.

UPDATE 11.5.17

Es gab eine Menge Anfragen zu dem Projekt beim heutigen Stundenlauf. Die Interessenten konnte ich da nicht notieren, bitte auf dem Formular verewigen! Zum Umfeld des Stettin-Laufes: am 27. 8. ist u.a. auch der Rostocker Frauenlauf. Hmm, nicht so positiv. Da muss man sich entscheiden.
Sehr positiv dagegen: am 24.8. ist der letzte Stundenlauf dieses Jahres, da könnte man ein moderates Abschlusstrainig mit einer zünftigen Verabschiedung des Rostocker winner-Teams verbinden!

Und wieder erzitterten die Straßen Barcelonas unter den Rennsohlen eines Lauftrefflers . . .

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Zehntausende säumten die Marathon-Strecke von Barcelona 2017 – von HOLGER

Der Barcelona-Marathon fand am 12.3.2017 statt. Start und Ziel des 42,195km langen Rundkurses war die Av. Reina Christina.
Der flache Kurs verläuft quer durch die Stadt. Zuerst ging es in westlicher Richtung vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten wie z.B. dem Camp Nou, ein Stück auf der Gran Via de les Cortes zur Passeig de Gracia, der Einkaufsstraße Barcelonas. Von der Sagrada Familia verläuft die Strecke dann am Hospital de Sant Pau entlang zum Torre Agbar, am Parc de Cuitadella vorbei und durch den Arc de Triomf. Am Ende geht es durch das Gotische Viertel und ein Stück auf der Rambla zurück zum Startpunkt.

Der erste Barcelona-Marathon fand 1978 statt. Die ersten Marathons waren jedoch keine reinen Stadtkurse, sondern sie starteten in dem Küstenörtchen Mataro, ewa 15km nordöstlich an der Costa Brava gelegen. Dieser Kurs wurde auch zu den Olympischen Sommerspielen 1992 gelaufen. Es siegte Cho Hwang aus Südkorea, Bronze holte Stephan Freigang aus Deutschland.
Ab 2001 wurde der Marathon dann ein reiner Stadtmarathon.
Der 2017er-Marathon ist der 25. Marathon nach den Olympischen Spielen in Barcelona 1992. Aus diesem Anlass nahmen sechs olymoische Medaillengewinner am Marathon teil.

Der Barcelona-Marathon war mein 21. und zugleich der emotionalste und schönste Start. Die Verabschiedung der einzelnen Startblöcke war Gänsehaut pur. Der Start der einzelnen Startblöcke mit dem Lied “Barcelona” unter dem Konfettiregen war schon beeindruckend , sowie die ganze Organisation der Laufveranstaltung. Einfach nur toll. Bis Kilometer 32 habe ich mich sehr gut gefühlt, das sagen auch die Zwischenzeiten bei Kilometer 5, 10, 15, 20, 25 und 30. Bei Kilometer 30 hatte ich eine Zeit von 2:52:47. Dann kam der “Sensenmann” und ich habe für die restlichen km 30-35 und 35-Ziel sechs bis sieben Minuten mehr gebraucht. Je näher das Ziel kam, umso größer war die Freude, es wieder geschafft zu haben. Ich möchte mich bei allen Sportfreunden bedanken, die mich in der Vorbereitung auf diesen Marathon unterstützt haben und beim Reiseveranstalter Schulz Sportreisen für die tolle Organisation und Durchführung dieser Reise.

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