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- von Ralf -

Am 15. April nahmen wir mit drei Vertretern (Katja, Frank und Ralf) aus dem 1. LAV-Lauftreff am 10. Dammer Eldelauf teil. Wir hatten uns alle für die 10 km entschieden, bei einem Teilnehmerfeld von insgesamt 176 Läuferinnen und Läufern. Ich hatte diese Veranstaltung noch von 2016 in guter Erinnerung. Nach der österlichen Wintersporteinlage von Katja und Frank in Güstrow bestand diesmal die Hoffnung, ein wenig Frühlingssonne tanken zu können.

Das ging wegen des trüben Wetters leider nicht in Erfüllung. Die angesagten Schauer verschonten uns aber zumindest während des Wettkampfes. Mit frischen 8° C und Windstille herrschten aber gute Laufbedingungen. Die Strecke verlief vorwiegend auf idyllischen, schnurgeraden Waldwegen (die Konkurrenten stets im Blick) und teilweise entlang der Elde.

Mit unseren Laufzeiten konnten wir mehr als zufrieden sein, denn sie reichten für vordere Plätze in unseren Altersklassen. Von den vier W45-Konkurrentinnen erreichten Katja Platz 2, Ralf und Frank in ihrer mit 8 Teilnehmern bestückten M60 Platz 1 und 4.  Das lässt für die kommende Wettkämpfe hoffen.

Mit 1119 Finishern verbuchten die Veranstalter zum Jubiläumswettkampf einen neuen Teilnehmerrekord. Auch der Läufernachwuchs war mit 283 Kindern stark vertreten. Die Stimmung auf der Festwiese und an der Strecke war sehr gut. Nach dem Wettkampf stärkten wir uns mit dem leckeren, selbst gebackenen Kuchen und diversen Getränken.

Fazit: Gerne wieder nächstes Jahr!

ralf DieDreikatjafrank

Gleich vier KämpferInnen unseres Lauftreffs durften sich diesen bekannten Kennedy-Spruch anläßlich des Berliner Halbmarathon zu eigen machen, indem sie denselben erfolgreich finishten.
Frank Bennis, unser Schnellster zur Zeit, schaffte es gar, seine Zeit vom vorigen Jahr um 7 Sekunden zu verbessern!
Und so sehen die heimgebrachten Trophäen aus:
frank-urkunde sabine-urkunde2ines-urkunde2birthe-urkunde2 medal

- von Jürgen -

Osterlauf 2018, oder?

Zu den jährlich wiederkehrenden Feiertagen oder meteorologischen Ereignissen sind bei den
zahlreichen  kleineren  und  größeren  traditionellen  Laufveranstaltungen in  der  Region stets
einige aus unserem Lauftreff anwesend, die dessen Aktivität unterstreichen.
Der Osterlauf des LSV Güstrow gehört dazu. In diesem Jahr, traditionell am Ostersonnabend
zum 10. Mal veranstaltet, mit einem beachtlichen Starterfeld. Einzelläufer– und Staffeln. Auch
Walker. Osterlauf?  Eigentlich  in  diesem  Jahr  eher  ein  Nikolaus–,  Weihnachts– oder
Silvester/Neujahrslauf, denn es schneite und nichts war grün, alles weiß.
Ich  wollte  mit  Christine  und  Hund  Mila  anreisen,  beide  zogen  es  jedoch  vor,  zu  Hause  zu
bleiben und den Schnee dort zu genießen und/oder die warme Stube. Ich tröstete mich damit,
dass ja auch noch der Osterhase Unterstützung beim Verstecken brauchte.  So machte ich mich
allein auf  den  Weg,  fand  in  der  Nähe  des  Starts  einen  geräumigen  Parkplatz.  Der  dichte
Schneefall veranlasste nicht nur mich, wie ich sah, noch etwas im Auto zu bleiben. Der Radar
zeigte, dass das Niederschlagsgewölk dabei war, sich für die nächsten etwa 20 h in der Region
einzurichten und sich zu erleichtern.
Eigentlich bist du etwas verrückt, dachte ich, bei den Bedingungen an den Start zu gehen. Aber
ich  war  vor  Ort,  nahm  meinen  Rucksack  und  fand  nach  wenigen  Fußminuten  im  engen
Vorbereitungsraum einer Gaststätte in Sichtweite des Schlosses gleich Katja und Frank; beide
in freudiger Erwartung auf den Start über 10 km. Ringo war noch avisiert. Er war gemeldet,
noch nicht registriert, kam dann aber, in aller Gelassenheit, wenige Minuten vor dem Start, wie
üblich. Üblich aber auch seine Motivation, die angepeilte, engagierte Laufzeit über 10 km zu
erreichen.
Ich „begnügte“ mich mit 5 km, wie weitere 83 Starter/innen. Der Start erfolgte unterhalb des
Renaissance–Schlosses, es ging dann 2–mal auf einer 2,5–km–Runde quer durch die historische
Altstadt auf teilweise holprigem, durchweg glatten Geläuf, mit leichten Höhendifferenzen. Mit
angepasster  Schrittlänge  und –frequenz sowie  Konzentration  auf  die  Straße, vorsorglich  von
vielen  Helfern auf  Gefahrenpunkte  aufmerksam gemacht  (Danke  dafür),  kam  ich  mit  der
Strecke gut zurecht. Irgendwie seltsam: bei der Konzentration auf den Laufweg spürte ich keine
extreme Anstrengung, ich hatte das Gefühl, dass es leichtfüßig ging. Oder es war das spezielle
Training von Birthe und Paula der letzten Wochen; keine Ermüdung der Oberschenkel! So kam
ich nach 37:28 min als 37. von 46 männlichen Startern ins Ziel. Mittlere HF 128 S/min, maximal
141.
Am Ziel hatte ich dann einige Minuten Zeit, auf Ringo wartend, für einen warmen Tee und
einige  Gespräche,  mitunter  auch  „Frohe  Weihnacht“  anstelle  „Ostern“  austauschend.  Ringo
finishte nach 10 km in sehr starken 51:17 min in seiner AK M45 als 4., den 3. Rang nur um 9
sec verfehlend.  Katja und Frank kamen nach ebenfalls starken 57:08 min ins Ziel und machten
Freudensprünge,  als  sie  erfuhren,  jeweils  2.  in  den  AK  W45  bzw.  M60  geworden  zu  sein.
Gratulation! Alle Ergebnisse unter http://my3.raceresult.com/84927/?lang=de

Wir vier waren dann schnell regeneriert. Mit Nudeln sorgte der Veranstalter zusätzlich dafür,
dass  alle  ihren Glykogenspeicher wieder  auffüllen  konnten. Nach  der  Siegerehrung
verabschiedeten  wir  uns, wie  stets  umarmend, und fanden unsere  Autos  mit  viel  Schnee
beladen; die Rückfahrt nahm dann etwas mehr Zeit in Anspruch. Das Osterfeuer fiel aus,
auch der  zu  betrachtende  Vollmond; das  schöne,  gemeinsame Lauferlebnis in  der  Barlachstadt
entschädigte. Und: der Osterhase ließ sich weder von Mila noch vom Schnee abhalten!

und Delft und Utrecht in den Niederlanden,
und daß ein Zentner 50 Kilo wiegt,
bemerkte er gewichtig: “Einverstanden!”.

Dieses poetische Frühwerk von Hans-Georg Stengel, welches mein kindliches Kunstverständnis prägte, blubberte unerwartet in mir hoch, als ich erfuhr, dass unser Fore-Runner Frank Bennis in eben diesem Utrecht, von dem ich ohne jenes Gedicht womöglich gar nicht wüsste, dass es das gibt, geschweige denn wo, also in eben diesem Utrecht in den Niederlanden am kommenden Wochenende an dem diesjährigen “Utrecht Sciencepark Marathon” teilnehmen will, und zwar auf der schnellen 21-km-Strecke. Da wünschen wir schon mal viel Erfolg!

Am gerade verflossenen Wochenende allerdings zeigte zunächst Sabine beim Celler Wasa-Lauf, wie elegant man über die 10k-Piste flitzen kann, wenn man dabei nur das richtige Lauftreff-Outfit trägt. wa0102
Ergebnis: Von 8 W60-Konkurrentinnen mit 47:39 und weitem Abstand die Erste, von allen 824 Teilnehmerinnen die 25., und wäre sogar unter den 84 W50-Läuferinnen noch die Vierte. Sport hält doch jung!

Warten wir auf die “breaking news” aus Utrecht… … … …
und da sind sie. Herzlichen Glückwunsch!

Also wenn es mal ein Samstag in sich hatte, dann war es der 24.2.2018! Die Sportagenturen kamen ja mit den Top-Meldungen kaum noch hinterher.

Um 8:00 in aller frühen Eiseskälte machte sich zunächst Ringo auf, um mal eben den winterlichen Plauer See zu umrunden – beim legendären “Fishermanstrail“. (Bericht folgt). Und als er schätzungsweise schon gute 20km auf dem Tacho hatte – nicht mal die Hälfte der Strecke -, erklang der Startschuss für den 5. Rostocker Winterlauf. Präzise “197 glückliche Sportler” sorgten für einen Teilnehmerrekord und eine entsprechende Spendensumme für das Polarium des Zoos – die Behausung der (Eis-)Bären, aber auch Pinguine – zur großen Freude nicht nur des persönlich ab- und anfeuernden Herrn Zoodirektors.
Der Lauftreff diesmal in nicht ganz so starker Besetzung wie letztes Jahr, aber immerhin vertreten durch den momentan einfach unermüdlichen Jürgen, außerdem Frank sowie Jörg plus Nachbars Betty.

Die Ruhe vor dem Start

Die Ruhe vor dem Start

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Neben der Startnummer erhielt man bei der Anmeldung auch ein modisches halsschmeichelndes “Multifunktionstuch”, welches bei der beißenden Kälte wirklich sehr zu begrüßen war.
Die neue Runde, welche jetzt teilweise durch den Zoo verläuft, ist sehr schön und eine gute Werbung für denselben – sollte meinethalben zukünftig auf den alten Teil des Zoos ausgedehnt werden.
Laufhund Betty erwies sich als Publikumsliebling und schaffte es, den momentan etwas formlosen Typen am hinteren Ende der Leine in 29min über 5km zu schleifen. Das Hecheln, das man hörte, kam nicht von dem Hund! Frank dagegen, weit voraus, hatte sich die doppelte Distanz vorgenommen, musste es aber nach 7,5km gut sein lassen -  ist noch ein bisschen in der Reha-Phase. Einzig Jürgen spulte sein Ende in problemloser Routine ab. Und etwa 2h später durfte Ringo seine unfasslichen 51km abhaken.
Als wäre das nun noch nicht genug der Spitzenleistungen, machte unser FC Hansa mal eben gleich nebenan beim Heimspiel die Magdeburger platt. Das wird jene voraussichtlich nicht am Aufstieg hindern, während Hansa der Aufstiegszone nun gefährlich nahe gerückt ist.
Und – ganz weit im Osten wurde in diesen Stunden ja auch noch die eine oder andere sportliche Großtat vollbracht.
Nebenher gelang es mir, ein Mysterium zu lüften. Manch einer von uns hat sich doch sicherlich während der zahllosen Trainingsrunden entlang des Darwineum-Zaunes schon gefragt, wie “es” bzw. dieser Zaun wohl an der anderen Seite aussehen mag. Nun, da kann ich jetzt mit einem investigativen Schnappschuss aushelfen.

The dark side of the fence

The dark side of the fence

Der Ruf

Der Ruf

“DOMINUS SUMUS“, dieser Sinnspruch ziert nicht nur Dienststellen, Bücher oder Schulterklappen von Angehörigen der deutschen Militärseelsorge, sondern manchmal auch Urkunden, Medaillen und Pokale von Laufwettbewerben. Und nicht nur das, “WIR GEHÖREN ZUM HERRN“ war dieses Jahr wieder das Motto des “Seelsorgelaufes“ auf dem Fliegerhorst Laage. Am 10. Februar trafen sich auf Einladung des Evangelischen Pfarramtes Laage – in Person des Sportfreundes André Stache vom SC Laage – rund 50 ambitionierte Läufer*innen, um auf einem gut vermessenen Rundkurs drei, sechs, neun und zwölf Kilometer zu absolvieren.

Vom Lauftreff konnten sich vier Unverzagte aufraffen, um sich bei recht eisigen Temperaturen – echter Frost mit Minusgraden – der heimischen Konkurrenz zu stellen. Angeführt wurde das Quartett von unserem Standortältesten Jürgen, der den Lauf auch in das Portfolio einbrachte. Frank – stets in Bereitschaft seinem Herrn Busse zu richten – war wie immer hochmotiviert, Birk und Ringo konnten nach ihren Urlauben in den katholischen Ländern Spanien und Polen wieder an einer weniger ritualisierten Andacht teilhaben.

Dafür gab es aber bereits an der Pforte ein ganz strenges Ritual. Bevor man das geheiligte Areal der Himmelsstürmer betreten durfte, hieß es selbstverständlich: “Ihren Personalausweis bitte“. Wohl dem, der im ausliegenden Buche stand. Ein intensiver Blick auf das Foto, ein nachhaltiges Studium der codierten Daten der Existenz auf Erden und das Kreuz auf der Liste ward gemacht. Kurzentschlossene, die sich nach einem morgendlichen Lichtblick hinter dem milchig-vereisten Fenster für eine Fahrt nach Laage entschieden, mussten ein wenig mehr Zeit für die Vorfeldkontrolle einplanen. Es wurde ganz nach dem strengen Kodex der Wächter geprüft, registriert, dokumentiert und nochmal geprüft bevor die Pforte sich öffnete.

Recht schnell zog es uns in die vorbereitete Leibesertüchtigungshalle, die als Treffpunkt benannt war. Man wollte sich ja nicht als Späher verdächtig machen, der für ein paar Taler Geheimnisse der Landesverteidigung verriet. Außerdem lockte die Wärme in der Gemeinschaft Gleichgesinnter. Umziehen auf engstem Raum, aus dem zivilen Rock ein Päckchen legen, einen heißen Tee mit nur zu vermutenden Ingredienzien trinken, kurze zackige Einweisung mit Andacht, es ging schon recht militärisch zu, aber wir hatten ja auch keine Zeit zu verlieren. Contradictio wagte man nicht zu richten, da ein tiefes Loch im Boden der Halle – es erinnerte ein wenig an den Eingang von Katakomben – , das Verschwinden derer verba locutus est als auch das von agentibus durchaus begründen könnte.

Pünktlich “Nullneunhundert Zulu Zeit“ – sprich um Zehn – erfolgte der Start. Dabei vertraute man auf die Stimme des Organisators, ein Startschuss hätte in einem militärischen Objekt wohl zu viel Aufsehen erregt. Die Laufstrecke an sich war recht unspektakulär. Keine Start- oder Landebahn, keine Hindernisbahn, kein Sightseeing – nein ganz profan eine asphaltierte Straße ins Unbekannte. KegelAuf den ersten 200 Metern konnte man ja noch die Ästhetik militärischer Zweckbauten in sich aufnehmen, aber nach einer Richtungsänderung von 90 Grad nach rechts ging es auf einen 1.000 Meter langen Anstieg mit freiem Ausblick nach rechts und links. Das Ende dieses Abschnittes markierte ein Traditionsflugzeug der Luftwaffe, das für die 12k-Läufer insgesamt acht Mal zum Fixpunkt werden würde. Oben angekommen hieß es Links schwenk und 300 Meter “bergab“. Ein roter Verkehrskegel war der Wende- und der Flieger wieder Fixpunkt. Alles retour auf 1.500 Metern zum Abschluss der Runde. Die Anzahl der zu laufenden Runden konnte damit mathematisch ermittelt werden.

Die Laufsportfreunde aus Laage und Umgebung – ob jung oder alt – gingen trotz nicht ganz optimaler Bedingungen sehr ambitioniert aufs Feld. Meter für Meter entschwanden sie in der Ferne. Wir Lauftreffler handelten zunächst nach der Devise “Keiner wird im Kampf zurückgelassen“, na ja wenigstens auf dem ersten Teilstück. Dann kam von Jürgen die Direktive “Lauft! Lauft schneller! Lasst mich zurück! Was zählt ist die Mission!“ Dramatik – Trommelwirbel – Fanfare, aber nach einer kurzen Lageeinschätzung splitterten wir unsere Kräfte tatsächlich auf, schließlich verfolgten wir ja auch drei Stoßrichtungen, 6k, 9k und 12k. Birk und Ringo nun als Stosstrupp auf der Langlinie, Jürgen und Frank als sichernde Nachhut auf den beiden kürzeren Distanzen. Das war – wie sich später noch herausstellen sollte – eine taktisch kluge Entscheidung. Zunächst gelang es Birk und Ringo – Mann neben Mann quasi im Gleichschritt – verlorenes Terrain zurückzugewinnen. Schritt für Schritt kämpften sie sich durch den Pulk nach vorne. Eine Position nach der anderen fiel, bis sich das Läuferfeld klassisch entzerrt hatte und Positionskämpfe zu einzelnen Scharmützeln gerieten. Sechs Kilometer, also zwei Runden, ging dies gut, dann musste Ringo aber dem hohen Tempo von zuletzt 4:50 min/ km Tribut zollen. Noch einmal änderten wir die Strategie, Birk drückte weiter mit hoher Intensität, Ringo nahm für sich etwas Tempo aus dem Lauf, verlor Birk aber nicht aus den Augen.

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Zum Ende der dritten Runde der Beiden kündigte sich ein wenig Spannung im Rennverlauf an. Jürgen und Frank liefen Gefahr, von ihnen überrollt zu werden. Jürgen konnte sich aber nach seinen sechs Kilometern mit 42:17 unbeschadet ins Ziel retten, während Frank zur Mitte seiner dritten Runde Birk an sich vorbeiziehen lassen musste. Das setzte aber immerhin so viel Schubenergie in ihm frei, dass er sein Tempo deutlich verschärfen und Ringo weiterhin auf Abstand halten konnte. Permanente Satelliten gestützte Messungen ergaben sogar, dass Frank erstmals einen Kilometer in fünf Minuten lief.

Mit den Endzeiten 57:51 , 58:33 , 59:22 erreichten Birk, Frank und Ringo das offizielle Zielgebiet. Der Einsatz wäre damit zu Ende gewesen, aber Ringo konnte sich noch nicht bremsen, da seine Koordinaten eine Fehldistanz von über 200 Metern auswiesen, die in der Eigenbilanz nicht fehlen durften. Eigentlich war auch ein gemeinsames Zielfoto im Läuferoutfit geplant, Jürgen hatte sich aber zu diesem Zeitpunkt bereits aller Kleider entledigt und kam völlig entspannt aus der warmen Dusche. Damit war eine aufregend realistische fotografische Dokumentation des heldenhaften Einsatzes selbstredend hinfällig. Auch wir anderen zogen es dann vor, die Regenerationsphase zügig zu beginnen.

Nach dem Duschen und Umziehen war uns ein geselliges Beisammensein bei Suppe, Kuchen und Getränken im Hauptquartier der Seelsorger in Aussicht gestellt worden, was wir auch sichtlich genießen konnten. Begleitet von wissenschaftlich fundierten Ausführungen über die Mysterien der Energiebilanz von Ausdauersportlern nahmen wir ohne Reue Speis und Trank in uns auf.

Eine Platzierung im Mittelfeld

Eine Platzierung im Mittelfeld


Alle Teilnehmer wurden mit einer Urkunde und einer Medaille bedacht. Die drei Besten einer Laufwertung erhielten darüber hinaus einen schmucken Pokal. Birk und Ringo mussten erkennen, dass man für einen Platz auf dem Podium schon die 50 Minuten anpeilen musste, was aber beim derzeitigen Trainingsaufwand und Fitnesszustand eher eine Utopie ist.
Jürgen stellt sich jeder Konkurrenz

Jürgen stellt sich jeder Konkurrenz

Jürgen hatte auf seiner Strecke wie immer mit deutlich Jüngeren – so bis zu 70 Jahre Altersunterschied – zu kämpfen, die ihm dann schließlich auch den Rang abliefen. Lediglich Frank konnte groß auftrumpfen. Die strategisch gute Wahl der Strecke und der Ehrgeiz sie auszulaufen – nach 6k gab es einige Aussteiger – bescherte ihm seinen ersten Pokal.

Franks erster Pokal wird einen Ehrenplatz erhalten.

Franks erster Pokal wird einen Ehrenplatz erhalten.

Am Ende waren alle zufrieden mit dem “Seelsorgelauf“. Organisation und Stimmung waren perfekt. Es gibt 4.1 von 5 Punkten, die Laufführung bedingt einige Abzüge. Sportfreund Stache freute sich besonders über unsere starken Auftritt, wir stellten schließlich acht Prozent der Teilnehmer. Jürgen wurde zum Legaten ernannt, um einen engeren Kontakt nach Laage zu halten. Ich denke wir sollten dem Ruf folgen und dort öfter mal auf die Strecken gehen.

Stolz und ...

Stolz und

zufrieden.

zufrieden.

Ringo

In diesem überwiegend trüben Winter mal eine weiße Landschaft und/oder blauen Himmel in unserer Region erleben zu können, war bisher nur selten möglich. Ich hatte das Vergnügen bei Läufen in Laage, dem „Kältepol“ dicht bei Rostock.
Regelmäßig veranstaltet der dortige Sportclub Laage u. a. geführte Stadtläufe durch und um die Stadt herum sowie in die Umgebung der Recknitzstadt. Strecken über 3, 6 und 10 km stehen auf dem Programm, nicht als Wettkampf, ohne offizielle Zeitmessung, zum Genießen, zur Orientierung mit Tempomachern, doch jeder hat so seine Ziele.
Die familiäre Atmosphäre dieser Veranstaltungen und das Flair der hügligen, über 800 Jahre alten Stadt mit ihrer historischen Architektur ziehen mich stets an. So am 17.12.17 zum OSPA-Stadtlauf. Ein Sonntag. Laage empfing uns überraschend bei geringen Frostgraden und Schnee. 6 km wollte ich laufen, durch die Stadt. Es wurden dann 7,6 km; in den engen, hügligen Straßen hatte ich den Tempomacher zum Schluss aus den Augen verloren, war wieder mal falsch abgebogen. Am Ziel traf ich Fred, der nach 10 km ebenso von dem Lauf unter den winterlichen Bedingungen schwärmte.

juergen
juergen&fred
Nach dem Duschen und dem Verzehr des schmackhaften Eintopfs, der Ehrung verdienter Sportler und einer Tombola blieb in der Sporthalle noch Zeit zu Gesprächen und dem Austausch zu Wünschen und Vorhaben zu den Feiertagen und danach.
Am 28.01.18 fand dann am gleichen Ort die nächste Laufveranstaltung statt, der VIACTIV-Neujahrslauf. Diesmal bei frühlingshafter Temperatur und purem Sonnenschein! Christine begleitete mich, was wollte ich mehr. Ach doch, das nächste Mal nicht der Einzige unseres Lauftreffs in Laage zu sein. Jörg, mit einer Fußverletzung verhindert, hatte mir Spaß für den Lauf gewünscht, Frank war kurzfristig dienstlich gefordert und Birk zwar in Laage, aber im Flieger. Ansonsten hat der trübe Winter derzeit im Lauftreff seine negativen Auswirkungen.
Ich hatte mir wieder 6 km vorgenommen, entschied mich jedoch unmittelbar vor dem Start für die 10 km, wie die Mehrzahl der Starter. Die hüglige Strecke kannte ich, wollte dann nach etwa 70 min wieder am Ziel sein. Es ging an den Stadtrand in Richtung Pinnow, mit leichten Anstiegen und etwas Rückenwind, bis Kobrow hinein zum Wendepunkt an der Bushaltestelle. Die klare Luft und der Sonnenschein waren wohltuend; bald am Ende des Pulks laufend erreichte ich nach genau 35 min die Wendestelle, lag im Plan mit einer Pulsfrequenz von anfangs 136, dann 126. Auf der Rückstrecke spürte ich jedoch Gegenwind, Puls und Geschwindigkeit verringerten sich, es wurde etwas schwerer. So erreichte ich nach 74,9 min das Ziel. Die Tombola entschädigte mich dann für die Anstrengung mit einem Sportbeutel und -handtuch.
Dem Veranstalter Danke für das Lauferlebnis, das ich genießen durfte.
Am 06.05. und 02.09. finden auf dem anspruchsvollen Rundkurs im Stadtwald von Laage Läufe mit Zeitmessung statt. Am 10.02. der Seelsorgelauf auf dem Fliegerhorst mit Strecken von 3 bis 12 km.

plan
run

Den letzten Beitrag fass ich lieber nicht mehr an. Das Autorensystem kommt wohl mit dem neumodischen, per pure HTML reingehacktem Videoplayer nicht klar, und immer wenn ich die Datei anfasse, ist das erstmal alles weg.
Daher hier zunächst der Nachtrag zum Staffeltag. Es gab ja auch noch unsere zweite Staffel “Lauftreff”, welche eine Stunde nach der ersten auf die Piste ging. Leider von mir nicht mehr zu dokumentieren, weil Handy-Speicher knackevoll, aber es waren ja genug weitere Supporter in Action, wie Ringos Video-Show eindrucksvoll beweist.
Bei der Betrachtung der Resultate (375m Schwimmen, 8km Ergometer, 2,5km Laufband) Staffeln bricht Erstaunen aus über Birks Laufergebnis – das liegt weit weit unter dem, was man von ihm kennt. Grund: Stromausfall beim Laufband, ungewollte Pause. Nicht etwa der gerade absolvierte Spendenlauf. Und nächsten Tag folgte die Richtigstellung…

Allmählich bin ich wohl zu lange im Geschäft, und mir gehen langsam die Überschriften aus. “And now for something completely different” – Für keines in der langen Kette der bisher dokumentierten Rennen gab es je eine passendere Titelzeile, aber ach, schon verschossen.
Nun also, zusammen mit Birk, im Pulk des zweiten Einzelstarter-Laufes an den Beckenrand.
Erstmalig vor einem Rennen hatte ich gar des Nachts davon geträumt. Nicht wirklich schön, so dass ich beim Aufwachen dachte “Gottseidank, nur ein Alptraum!”.  Na, da kannte ich die kommende Realität noch nicht…
Das Schwimmen wurde wesentlich schrecklicher, als in meinen kühnsten (Alp)-Träumen erwartet. Mein durchaus einige Male geübtes Gekraule hielt ich gerade mal 1,5 Runden durch, dann flog mir der Puls um die Ohren. Ich glaube, das warme Wasser bekam mir nicht. Und es waren noch 13,5 Runden übrig. Eine abartige Schinderei! Und zunehmend musste ich an Katrins Spruch vom Vortag denken und daran, dass das eigentlich weitgehend mein Text war: KatrinsSpruchBald war nach jeder Bahn eine Pause nötig, um das Hundehecheln etwas runterzufahren. So dass ich logischerweise die letzten Meter in einer Art Hundepaddeln vollführte. Ergebnis: 6,5 Minuten hinter dem Vorletzten, sagenhafte 18:54min, ein Rekord für die Ewigkeit.
Man kennt das ja aus der Fliegerei – unterschreitet die Geschwindigkeit einen kritischen Wert, gibt es einen Strömungsabriss, und dann setzt unweigerlich der Sturzflug ein. Unter Schwimmern eher als “Tauchstation” berüchtigt. Nun, mir ist es wohl gelungen, den bisher in der Sportwissenschaft anerkannten Wert für die physikalisch mögliche Minimalgeschwindigkeit im Wasser bei weitem zu unterschreiten. Ist ja auch mal was, so kommt man in die Lehrbücher.
Beim Taumeln zum und in das Ergometer dann hab ich mir auch noch den Zeh aufgeratscht, so dass im folgenden Kampf gegen die 8km der Boden nicht nur vom Schweiß gesättigt wurde. Und es ist unglaublich, wie langsam dieser Entfernungsanzeiger zählt, während man sich die Seele aus dem Leib strampelt. Gemein ist ja: Wenn man nicht ständig auf die Anzeige starrt, sondern die Augen eine laaange Zeit schließt, um das System auszutricksen, dann stellt man beim wieder-Hinlugen frustiert fest, dass da im Grunde immer noch die selbe Zahl steht. Obwohl man sich die ganze Zeit gequält hat wie verrückt. Ohne ein ausdauernd Kühle herbeiwedelndes und motivierendes Supporter-Team ist das ja gar nicht zu überstehen. Das war zum Glück voll in Aktion. Nadine, Ringo und Jürgen schafften sich dabei wahrscheinlich mehr als ich selbst.
Mit weichen Knien dann zum Laufband, um die letzten lockeren 2,5km abzureißen. Und auch die kommen einem in dieser Phase erstaunlich lang vor.
Beim Zieleinlauf schließlich mein längst gefinishter “Lauf 2″ wartend versammelt, ich glaube bei den Herren fing sich schon ein Dreitagebart an auszubilden.  Dabei hatte ich beim Strampeln und “Rennen” direkt noch paar Minuten gut gemacht und wurd am Ende wenigstens nicht Letzter der Gesamtwertung.
Birk dagegen konnte sich sehr gut ziemlich präzise in der Mitte des Teilnehmerfeldes platzieren und zeigen, dass er es auf dem Laufband durchaus etwas besser kann als am Vortag fälschlich dokumentiert.
einzel
Damit man für die Zukunft weiß, wo die Messlatte so liegt, wurde der Sieger mal mit reingenommen in den Ergebnis-Auszug.
Als Fazit bleibt aber, Birk hat das sehr schön ausgedrückt:
fazit
Doreen, welche an der Bande leider nicht mitjubeln konnte, gab sich um so mehr der Videoproduktion hin und dokumentierte brilliant zusammenfassend die beiden Renntage. Guckst Du DA.

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Wie sollte ich die Überschrift vom letzten Beitrag jetzt noch steigern? Selbst als eingefleischter LAV’ler muss ich anerkennen, dass der 39. Lok-(Silvester-)-Neujahrslauf etwas “samer” ist als der 2. NJ-Lauf des LAV. Darum kann man der selbstbewussten Titulierung “Der wahre Rostocker Neujahrslauf!” die Berechtigung nicht völlig absprechen. 19,6
Den letzten Lok-Lauf wegen diverser Läuferleiden erstmals seit 2011 geschwänzt, wollte ich dort endlich mal wieder Flagge zeigen. Und ich war nicht der einzige Lauftreffler mit dieser Absicht – auch Jürgen, Birk und Ralf bevölkerten die Sporthalle in der Schlesingerstraße. Auch sonst waren sehr viele gutgelaunte Aktive aus Nah und auch Fern in der Arena zu begrüßen. Konnte auch nicht anders sein bei dem wunderbaren Laufwetter, wo manch einer meinte, direkt mal wieder in Kurz auf die Piste gehen zu können.
Nach dem Startschuss brauchte ich gewohnheitsgemäß wieder einige Kilometer, bis ich einen einigermaßen flotten Laufschritt zustande brachte. So war es kein Wunder, dass Birk bald außer Sicht geriet und mir dann reichlich weit vor dem Wendepunkt für die Zehnis entgegenkam. Das störte mich jetzt aber mal gar nicht, weil – ich war ja gar kein Zehni. Im Gegenteil hatte ich mir wieder eine der in Kennerkreisen geschätzten roten Startnummern gesichert, welche es erlaubt, sich auf exakt 19,6 km auszutoben.
Nach einigem Gerenne endlich wieder einmal den mentalen Höhepunkt der Strecke genossen: Wer die Strecke kennt, kriegt jetzt feuchte Augen… nach dem langen Gehüpfe und Gerutsche über die Pfützen-Slalom-Piste längs der Bahnlinie geht es schließlich rechts in den Wald, und dann – - – baut sich vor einem wie die legendäre “steile Wand von Meerane” unversehens ein geradezu unendlich in den Himmel hinaufsteigender Plattenweg auf. Alleine der Anblick saugt einem schon das ganze Mark aus den Knochen!  Wenn man den erstmal erklommen hat, denkt man, jetzt käme schon der Regenerationsteil. Ganz so ist es dann aber nicht, die zahlreichen knackigen Hügel nordwestlich von Papendorf versuchen alles, einen endgültig plattzumachen. Manch einer baut sich aber gerade dort richtig auf, wie ich leidvoll erfahren musste. Die ganze Zeit nämlich war ich in wechselndem Abstand einem Zweierpulk hinterhergehechelt, ohne je so richtig ranzukommen. Wurde aber schön gezogen auf die Art. Und ziemlich weit hinter mir strebte ein Herr in Gelb so vor sich hin, in sicherem Abstand, dachte ich. Aber kaum fühlte der Flachland unter den Füßen, zelebrierte er geradezu eine Geschwindigkeitsexplosion und war in Nullkommanix sowohl an meiner ausgemergelten Gestalt als auch an besagter Zweiergruppe vorbei. Tja.
Der Zieleinlauf bot mir dann trotzdem gleich noch zwei erfreuliche Details: Zum ersten hatten Birk und Jürgen nach ihrem finish extra gewartet, um ein Begrüßungskomitee zu bilden. Sehr nett! Zum zweiten wird einem dort ja die Zeit zugerufen, und die muss man sich ne Weile merken. Vorsichtshalber wiederholte ich “1:52″, aber prompt kam die höchst erfreuliche Korrektur “1:42!”. Das hat glatt den Tag gerettet.
Und finalmente, um dem berüchtigtem nachweihnachtlichen Gewichtsverlust entgegenzuwirken, wählte ich von den angebotenen finisher-Geschenken statt des Sektes die Ritter-Sport. Selten hat es eine Schoki-Tafel schneller erwischt, ich vergaß glatt das Atmen, bis es vorbei war…
schoki

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