Manch altem Metal-Fan stehen jetzt Tränen der Nostalgie in den Augen, aber das kann einem auch beim Rückblick auf den 10. Rügenbrücken-Marathon passieren.

Laut NDR gab es einen neuen Teilnehmerrekord dieses Jahr – kein Wunder, wenn alleine von unserem Lauftreff 15 Aktive anreisten. Nach reiflicher Überlegung hatten wir uns entschlossen, dem Stralsunder Event den Vorzug vor dem beinahe gleichzeitig stattfindenden Iron Man zu geben. Diesmal.
Wie immer vor diesem Ereignis war die Vorfreude groß und etliche reisten schon vorher an und dehnten so den Stralsund-Aufenthalt noch etwas aus.
Schon die Anfahrt gestaltete sich spannend – gestattete sie doch vorbeifahrend einen schaudernden Blick auf die neueste Attraktion von MV – das “Tribseer Loch” – zu werfen. Ein Vorbote der Apokalypse? Knirschte es nicht schon unter dem Auto?
Nein, glücklich vorbeigerutscht und überdurchschnittlich früh im Stralsunder Parkhaus angekommen, so dass man sich noch einen einigermaßen schönen Platz aussuchen konnte.
In großer Gelassenheit konnte ich dann meine Startunterlagen empfangen und sodann Ausschau nach dem restlichen Lauftreff halten.
Es herrschte bereits große Stimmung, das Wetter war bedeckt, aber mild und trocken – ideal für einen gelungenen Lauf. Nach einem zünftigen Count-Down erfolgte um 10:45 der pünktliche Start zum HM, so dass Ringo, Ralf und ich als erste unserer Truppe auf die Piste gehen durften. Nach einem leicht geänderten Streckenabschnitt (leider nicht durchs Rathaus, weil in Baugerüste gehüllt) ging es auf die sich majestätisch vor einem aufbauende Rügenbrücke. Der kräftezehrende Anstieg wurde etwas versüßt durch einen kräftigen Rückenwind. Aber wie heißt es so schön: Wer einen Rückenwind spürt, ist eindeutig zu langsam. Also hieß es ordentlich Gas geben, besonders dann auf dem lange herbeigesehnten abfallenden Abschnitt, so dass man schon schön ins Schwitzen kam. Nach der ersten Wende hinter der Brücke ging es dann aber knapp über dem Wasser voll in den Gegenwind hinein. In dieser Phase empfand ich das noch als äußerst willkommene Erfrischung…
Im weiteren zog sich der Kurs in wechselnden Richtungen über die Insel, so dass man abwechselnd von einem tröstlichen Schiebewind supportet wurde oder sich mit wachsender Anstrengung gegen das ausgerechnet aus Richtung des Ziels kommende Power-Pusten durchwuchten musste. Am stärksten zu kämpfen war dabei auf dem Rückweg über den Strelasund – wir HM-Athleten zum Glück unten auf dem Rügendamm, während unsere Mitkämpfer auf den 6 und 12km sich oben durchzubeißen hatten, wo es noch wesentlich windiger war.
Ich, nach meinem Desaster bei der “Rostocker 10″, war mit nicht allzugroßen Erwartungen ins Rennen gestartet, recht verhalten angegangen und ständig in der Erwartung, wieder frühzeitig dem grinsenden “Mann mit dem Hammer” zu begegnen. Aber, der war dieses Wochenende überbeschäftigt und konnte sich nicht auch noch um mich kümmern: FC Hansa gegen Aufsteiger Jena hoffnungslos abgeschwächelt, Jan Frodeno beim Iron Man desgleichen. Und, wie man hörte, hatte er auch mit Ralf ein Hühnchen zu rupfen. Ich dagegen kam zwar bei weitem nicht an die Zeit des letzten Jahres heran, aber es lief sich endlich mal wieder sehr fluffig dahin und bedeutend besser als beim letzten HM während der Rostocker Marathonnacht.
Der Großteil der Lauftreff-Aktivitäten aber spielte sich beim “6km-Laufen” sowie “12km Laufen und Walken” ab. Besonders beeindruckend der Doppel-Einlauf von Katrin und Erhard und gar das vierfach-Finish von Ines, Nadine, Birthe und Jürgen!
Doreen bastelte ein schönes emotionales Video des Geschehens, und von mir gibt es auch noch eins. Konkurrenz belebt halt das Geschäft!

Im Folgenden eine Übersicht der Ergebnisse.

Ergebnisse 2017

Ergebnisse 2017

Wer Lust hat, kann mit dem letzten Jahr vergleichen. Dabei fällt auf: Wo ist denn Sabine abgeblieben? Sie war auch dieses Jahr wieder für die 12km angemeldet – aber: Bei der Landesmeisterschaft über 10km am 8.10. in Lubmin hat sie zwar nicht den Mann mit dem Hammer gesehen – eher im Gegenteil – musste sich aber trotz prima Platzierung schon nach 5 km in ihrer Eigenschaft als Ärztin selber einen Rennabbruch verordnen – um schlimmeren langwierigen Verletzungen vorzubeugen. Eine Betrachtung der dortigen Ergebnisliste zeigt – sie wäre mit weitem Abstand Landesmeisterin ihrer AK geworden und hätte die AK darunter gleich mit in die Tasche gesteckt.
Ja, auch durch sowas muss man manchmal durch und wir “Restlichen” wünschen gute Besserung!

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