Unter diesem Motto fand am 09.03.19 der 28. Seelsorgelauf des Evangelischen Militärpfarramtes Laage auf dem dortigen Fliegerhorst statt. Ein Zitat des legendären Emil Zatopek, der meiner Generation bereits seit 1952 imponierte. Zum Zitat noch etwas später.
Der Veranstaltung eilt der Ruf voraus, stets perfekt organisiert zu sein und eine besonders anheimelnde Atmosphäre anzubieten. So fühlten sich Birk, Ralf, Ringo, Silke, Tino, Jörg und Jürgen angesprochen, sich anzumelden. Leider mussten Birk und Jörg kurzfristig absagen. Ringo sammelte uns Verbliebene ein und erreichte sicher den Fliegerhorst. Danke dafür, auch für den Rücktransport.
Wie immer war die Startunterlagenausgabe nach dem Passieren der Pforte der erste Schritt zum Lauf! Dabei hatten wir uns bei der Anmeldung zu entscheiden, welche der angebotenen Streckenlängen – 3, 6, 9 und 12 km – uns am gelegensten sei. Jeder hatte so seine Ansprüche; Trainings- oder Testlauf, in jedem Fall auf der Strecke im Pulk vieler befreundender Läufer/innen, nicht zu vergessen auch Walker/innen, dabei zu sein. Und: es war ein Pendellauf über eine Strecke von 3 km und man könnte jederzeit aussteigen, hieß es ausdrücklich.
Zu Beginn versammelten sich alle etwa 50 Starter in der Sporthalle zur prägnanten Einweisung und einer kurzen traditionellen Andacht durch Pfarrhelfer André Stache. Dann der Start zum Kampf um Zeiten und Pokale.
Vorbei an abgestellter Flugtechnik ging es über einige Abbiegungen und immer wiederkehrende beachtliche Steigungen entlang einer langen Strecke zur Basiswache und wieder zurück, begleitet von sehr heftigem, in Böen fast orkanartigem Wind. Die ersten 1,5 km bei kantigem Gegenwind und überwiegendem Anstieg – für alle eine echte Herausforderung! Bald spürte ich hinter mir die Stockgeräusche eines Nordic-Walkers immer näherkommen; es war Bernd, ein Turbo-Walker, der mich auf der Anstiegsstrecke keuchend überholte und fast deprimierte; wir kannten uns gut, ich wusste um seine Schnelligkeit, hatte aber die motivierende Hoffnung, ihn auf der abschüssigen Rückstrecke mit Schiebewind wieder zu erreichen und zu überholen. Der Abstand bis zum Wendepunkt nahm jedoch noch zu. Auf der Rückstrecke erfüllte sich meine Hoffnung. Doch noch einmal waren Gegenwind und Anstieg zu bewältigen und erneut zog Bernd unaufhaltsam vorbei, hatte am Wendepunkt einen beachtlichen Vorsprung, auch vor Petra und Ramona von der benachbarten Laufgruppe, die mit mir etwa gleichzeitig dort waren. Verflixt! Den Rückenwind und das Gefälle nutzend konnte ich Bernd dann doch noch überholen. Beim Umziehen hatten wir noch unseren Spaß!
Und noch einmal zum Zatopek-Zitat. Jörg sagte mir, dass bei Rückenwind generell der Läufer gegenüber dem Walker im Vorteil ist, da er vom Wind geschoben wird und dabei fliegt. Physikkenntnisse! In der Tat; beim Laufen ist man kurzzeitig ohne Bodenkontakt, der Wind tut dann das Nötige zum Fliegen. „Mensch läuft“ und „fliegt dabei“, könnte man sagen. Diese Gegebenheit verdeutlicht aber auch, dass es ein Läufer bei Gegenwind und gleichzeitigem Anstieg besonders schwer hat. Der „Flugeffekt“ kehrt sich um, was von allen deutlich zu spüren war.
Ralf erreichte nach sehr starken 30 min (5:00 min/km!) das Ziel der 6 km, Tino nach 35 min, Jürgen benötigte für diese Strecke 41:16 min, eine Minute weniger als im Vorjahr. Silke lief 9 km, Ringo unterstrich mit 1:00:32 h für die 12 km (5:02 min/km!) sein zum Saisonstart hervorragendes Leistungsvermögen. Nur Steffen, Lokalmatador und Dauerrivale sowie Freund von Jörg, war wenige Sekunden eher im Ziel. Jörg bedauert es bestimmt noch, nicht dabei gewesen zu sein.
Nach dem Duschen und Umziehen fanden wir in in den Räumen des Evangelischen Militärpfarramtes erneut herzlich gestimmte Gastgeber und ein liebevoll vorbereitetes Bankett vor: Getränke, ein leckerer Eintopf mit Würstchen, Brotschnitten, auch mehlfrei, mit Schmalz und verschiedenen Dips, Gemüse, Obst und viel Kuchen. Es wurde ausgewertet, wie die Herausforderungen des Laufes bewältigt wurden und über Gott und die Welt philosophiert. Eine großartige, liebevolle Atmosphäre! Bei der abschließenden Siegerehrung erhielten die Besten Pokale, alle Aktiven Urkunden, Medaillen und den Beifall der Anwesenden.
Mit dem Wunsch, erneut wieder dabei sein zu können, verabschiedeten wir uns mit großem Dank bei den Veranstaltern und allen, die sich bei der Organisation eingebracht haben.

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Nachtrag der Redaktion
Das GOLDENE
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