so titulierte der Veranstalter die nunmehrige 40. Auflage des ESV-Lok-Silvester/Neujahrslaufes. Bei so langer Tradition mag man auch als eingefleischter LAV’ler nicht direkt widersprechen, bei uns war es ja gerade einmal der dritte. Aber so langsam werden wir uns rankämpfen!
Der Lauftreff trat diesmal als Elferbande an, die sich sodann bei der Anmeldung auf die angebotenen Strecken verteilte. Und mir allein wurde das Signalrot für den Langen Kanten von 19,6km zuteil. Vor dem Start dann gab es eine sehr rührende Ehrung für den alten Laufhasen Siegfried Ebert, der dieses Rennen vor genau 40 Jahren aus der Taufe gehoben hat und die allermeisten davon auch organisierte. Zur Belohnung durfte er den Startschuss abfeuern, der die Laufwilligen bei schönsten Renn-Wetter auf die verschiedenen Pisten losließ.
Am Anfang  waren alle auf der gleichen Spur unterwegs. Da durfte man sich als Langstreckler dann nicht kirre machen lassen, dass man zunächst etwas nach hinten durchgereicht wurde. Sehr bald kam dann aber die Abbiege für die 6,7er, da lichtete sich der Pulk schon sichtlich. Und bald danach kam mir Birk entgegengeflitzt, so dass ich sicher sein konnte, auf dem richtigen Kurs in Richtung des Wendepunktes für die 10,8er zu traben. Und kaum war der passiert, musste ich wieder mal feststellen,  mutterseelenallein auf der Strecke zu sein. Sowohl anscheinend als auch scheinbar! Und so blieb es im Prinzip die ganze Zeit. Aber das machte nichts, denn die Temperaturen waren angenehm, die Sonne schien so schön, die Piste war gut belaufbar und die Füße erstaunlich leicht. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir Verwunderliches – die Geschwindigkeit war überdurchschnittlich hoch (für meine bescheidenen Verhältnisse), aber der Puls blieb relativ unten. Das konnte er auch, weil die Strecke so reichlich mit gelben Pfeilen markiert war, dass man entspannt auf Autopilot dahinstreben konnte, ohne sich verlaufen zu können.  Nur auf dem Rückweg, nach dem Einbiegen auf den schon mal “beschrittenen” Pfad, vermisste man die vorwärtsdrängende Bepfeilung, im Gegenteil musste man den gelben Figuren jetzt entgegenlaufen. Da stockte der Fuß mitunter und wertvolle Hundertstelsekunden gingen verloren. Und dieser Rückweg ist eigentlich auch der anstrengendere Teil – nach der ewig langen Mörder-Rampe im Wald kommen dann erst die unzähligen berüchtigten Papendorfer Bergpassagen. Oft lechzt man einer weit oben sichtbaren Hügelkuppe entgegen, in der Hoffnung, es gleich geschafft zu haben, nur um dann festzustellen, dass diese nur den Blick auf den nächsten noch längeren Anstieg versperrt hat. Aber da das Ganze ein Rundkurs ist, geht es summa summarum ganz exakt wieder auf die Ausgangshöhe herunter.
Und es kam der Moment einer schwerwiegenden Entscheidung: der pfeilgeschmückte Weg gabelte sich und ich entschied mich, dem 6,7er-Pfeil entgegenzustürmen, weil man sich am Ende ja links halten muss. Naja, zu früh getan, und dadurch fast einen km weiter gelaufen. Das hat den Genuss aber nur noch vergrößert, und ich freute mich am Ende direkt, nun fast einen “richtigen” HM gefinished zu haben. Um es mit Otto zu sagen: “Mein Freund, der Körper” erwies sich diesesmal als unverhoffte Wundertüte und wir zelebrierten zusammen ein zauberhaftes runners high.

Überhaupt war dieser Lauf der Bringer – auch Birk freute sich über eine für ihn supergute Geschwindigkeit und von Silke war eine Mischung aus Freude und Verwunderung über eine unerwartet gute Tagesform zu vernehmen.
Den Medien blieb auch dieses Ereignis nicht verborgen (Rostock-heute) und ein kleiner Filmschnipsel fasst noch mal alles schön zusammen.

Schlussbemerkung: Man konnte am 5.1. nicht nur in/um Rostock laufen. Unsere frühere Mitkämpferin Doreen testete das mal erfolgreich in Tromsö und erhielt eine Belohnung für die Ewigkeit!

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