das zeigte sich drastisch am Tag des 12. Darß-Marathons. Nach reiflicher Überlegung entschieden wir uns frühzeitig, diesem statt der gleichzeitigen Hamburger oder Londoner Marathons den Vorzug einzuräumen. Man muss halt Prioritäten setzen.
Immerhin 10 Aktive traten den Weg zur Darßer Arche in Wieck an, um die Startunterlagen für den Halbmarathon in Empfang zu nehmen. Und wer nicht lief, mischte als Schlachtenbummler die Zuschauerkulisse auf.
Pünktlich um 10 gingen die Halbmarathoni auf die Strecke, um sie in etwas weniger oder mehr als 2h zu durchmessen. Alle schlugen sich wacker durch den teilweise starken Gegenwind (der am Ende zu einem tröstlichen Schiebewind wurde) und die endlos langen Waldwege. Nur Carolin war leider gezwungen, vorzeitig abzubrechen, stolperte dann aber unauffällig über den scharfgeschalteten Zielstrich und fand sich dann überrascht in der finisher-Liste wieder. Mit einer nicht ganz schlechten Zeit ;-)

Als letzter Starter unserer Truppe, 15min nach den anderen, durfte ich mich der heißen Zone nähern. Vollkommen unbedarft mit den Stöckern herumwedelnd, baute ich mich zu meinem ersten Nordic-Walking-Abenteuer hinter der Startlinie auf, nicht wissend, wie ich mich eigentlich fühlen sollte: Vielleicht wie die Raelert-Brüder, die nach einer bisher verkorksten Triathlon-Saison wenigstens den Kids die Startrek-Sticker beim Bambini-Lauf wegschnappen wollen, oder eher wie ein Hampelmann, der nach der halben Strecke weit abgeschlagen mit total verdrehten Gelenken in den Sani-Wagen gerollt werden muss? Nun, es wurde eher so ein Mittelding. Eine Spitzengruppe setzte sich sofort in einem atemberaubenden Tempo ab, während ich mir ein packendes, am Ende knapp verlorenes Dauer-Duell mit der “Ersten Frau” Grit lieferte, so dass ich auch etwas von dem ihr zugedachten Applaus profitierte. Interessant ist ja, im Gegensatz zum Laufen, dass der Puls ganz unten blieb, die allgemeine Kondition hätte locker noch ewig mitgespielt. Aber nicht die Biomechanik. Es ging auf Teufel komm raus einfach nicht schneller, ohne sich alle Gelenke (nochmehr / total) auszurenken. Ist eben doch eine besondere Kunst, die eben auch besonderer Fähigkeiten bedarf.
Wenigstens gelang es mir, in der M60 den Ersten zu machen.  Reiner Dusel, weil einer meiner Bezwinger just in diesem Jahr in die M65 abgedriftet ist.
Ich wollte dann mal gerne meinen pace wissen (war 7:48/km) und fand auf der entsprechenden Seite auch die recht aufbauende Bemerkung “Ab einer Pace von 9,5 (6,5 km/h) spricht man vom sogenannten Power Walking.” Yeah, mission accomplished.

Mit einer reichlichen Trophäensammlung konnte der Heimweg angetreten werden!

20117_BirkS220195_DoreenH220197_RalfRS220330_HolgerK220976_RadtkeR220339_ErhardF220408_FrankS220499_KatrinK_aliasTR230109_JoergV220851_KatrinS220156_CaroB2

2 Kommentare zu „Der Lauftreff ist eine Macht“

  • Katrin Schumann:

    Lieber Jörg, wieder schön zu lesen und die URKUNDEN erst…????, Danke! Bleib weiter dran, egal ob mit oder ohne Stöcker( was ich dir von Herzen wünsche)und/oder deinem phänomenalen Stift ????! LG Katrin

  • Katrin Schumann:

    Ps: woher die vielen ????Kommen muss mir das tablet noch erklären…????????

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